11.5.2019: Exkursion Schollberg, Trübbach SG

Die SGHB freut sich, im Namen von Hans Peter Stolz alle Interessierten am 11. Mai 2019 zu einer Exkursion in den untertägigen Kalkabbau Schollberg in Trübbach SG einzuladen. Normalerweise wird hier 5-tägig gearbeitet, für uns wird jedoch am Samstagvormittag mit verminderter Belegschaft der ganze Ablauf der Arbeiten gezeigt. Wir werden Untertage in 1,5 bis 2 Stunden ca. 4 km zu Fuss unterwegs sein. Im Anschluss besteht die Möglichkeit sich im Restaurant Gonzenbergwerk zu verpflegen.
Das genaue Programm swie den Anmeldetalon (Anmeldung bis am 1. Mai 2019) findet ihr hier:

Programm:                                                    Anmeldeformular:

Schollberg_ProgrammSchollberg_Anmeldung

 

 

 

 

 

 

 

Schollberg

SGHB Sommerreise vom 17. bis 25. August 2019 Erzgebirge, Harz, Ruhrgebiet

Es ist so weit – das Programm für SGHB-Sommerreise mit vielen Highlights im Erzgebirge, Harz und Ruhrgebiet liegt vor! Interessierte melden sich bitte bis am Samstag 9. März 2019 direkt bei Urs Vollmer, der die Exkursion organisiert, an (). Das Detailprogramm, das Anmeldeformular sowie Angaben zu Unterkunft und Kosten findet ihr hier:

Begleitschreiben (PDF):       Detailprogramm (PDF):          Anmeldeformular (PDF):

Begleitschreiben_SGHB_Sommerreise2019Reiseprogramm_SGHB_Sommerreise2019_Seite_1Anmeldetalon_SGHB_Sommerreise2019

 

 

 

 

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SGHB-Exkursion vom 21. Oktober 2018

Am Sonntag, den 21. Oktober 2018 besuchten zwölf Interessierte unter der Leitung von Roger Widmer im Naturpark Thal auf den Spuren des Eisenerzabbaus und ihrer Verhüttung das Dünnerntal zwischen Gänsbrunnen und Balsthal (Kanton Solothurn). Die Blütezeit dieser Bergbautätigkeit war das 19. Jahrhundert.
Die Exkursion startete bei herbstlichen Temperaturen und zunehmendem Sonnenschein im Westen auf dem Oberdörferberg, rund 2 km westlich von Gänsbrunnen. Auf rund 1200 m ü. M. befinden sich Eisenerze (limonitische Krusten) in Kartstaschen im hellen Kalkfels. Diese wurden zu frühmittelalterlicher Zeit oberirdisch und auch untertägig abgebaut und vor Ort verhüttet. Davon zeugen heute noch Schlackenhaufen, ein Pingenfeld und Reste von zwei Rennöfen auf der leicht bewaldeten Bergwiese.
Am zweiten Halt im engen Taleinschnitt des Bantlibachs bei Gänsbrunnen wurde zwischen 1804 und 1845 in einem Hochofen das Bohnerz der näheren Umgebung (Welschenrohr, Corcelles) verhüttet. Von dieser Tätigkeit sind einzig eine sog. Ofensau mit einem Durchmesser von rund 1 Meter (angesammeltes Roheisen, das unterhalb der Abstichöffnung eines Hochofens übrig blieb) und zahlreiche Schlackenreste vorhanden, die heute unbeachtet in einem kleinen Wiesenstück liegen.
Bei der Hinteren Malsen, rund 2 km westlich von Welschenrohr, befindet sich eine Tongrube, in der die geologische Lagerung der siderolithischen Bildungen des Eocäns (ca. 34 – 56  Mio. Jahre alt) von Boluston, Bohnerz und Huppererde auf Jurasedimenten eindrücklich studiert werden kann – hier an dieser Lokalität kommen hämatitische Konkretionen im Boluston vor, die gemeinsam direkt auf weissem Jurakalk des Malms (ca. 145 – 164 Mio. Jahre alt) liegen.
Nach dem Mittagessen nordwestlich und leicht oberhalb von Welschenrohr konnten die Teilnehmenden bei der Lokalität Schmelzi-Neuweg (Gem. Aedermannsdorf) in einem Waldstück rechts der Dünnern anhand der speziellen Geländemorphologie noch sechs ausgeräumte Erztaschen und Reste von vier, nicht mehr begehbaren Stollen entdecken. Sie belegen einen Abbau von Bohnerz und goethitischem Boluston in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Rechts der Strasse und kurz vor Aedermannsdorf bei der Lokalität Eisenhammer befindet sich direkt an der Dünnern eine (leider nicht zugängliche) alte Scheune, in der vermutlich bis 1841 eine Hammerschmiede betrieben wurde und somit namensgebend für diesen Weiler ist.
Bei einem weiteren Stopp nordnordwestlich und oberhalb des Dorfes Laupersdorf sind auf einer Wiese bei Schadenboden Bohnerze und Schlackenreste zu finden. Sie dokumentieren den Eisenerzabbau an dieser Stelle. Von 1844 bis 1876 wurde hier das Erz, das auf einer rund 50° steilen und nach Süden geneigter Kalkschicht des Malms liegt, zumeist unterirdisch abgebaut. Von einem 95 m tiefen Förderschacht und mehreren unterirdischen, bis zu 267 m langen Stollen ist heute nichts mehr zu sehen. Als Überbleibsel dieser Untertage-Tätigkeit ist heute nur noch eine Stützmauer aus Kalksteinen zu sehen.
Die Exkursion endete im Osten in der Klus bei Balsthal. Dort befinden sich noch Gebäude des stillgelegten Hochofenbetriebs (Betrieb von 1811 bis 1877) und vor allem der Giesserei (Schliessung 1983) der Fa. von Roll AG. Da am Sonntag der Zugang zu diesem Industrieareal gesperrt ist, konnten diese industriearchäologischen Relikte leider nicht besucht werden.

Text: André Puschnig/24.10.18
Fotos: © Monika Beck

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Exkursion Balsthal 21. Oktober 2018

Die Zeit vergeht wie im Flug und die zweite Exkursion der SGHB rückt näher. Bei der Rekognoszierung mussten wir feststellen, dass es wegen starker Vegetation von Vorteil ist, die Exkursion etwas später anzusetzen.

Treffpunkt: Sonntag um 09:00 Uhr beim Bahnhof Klus, Punkt Nr. 1 auf der Karte.
Verschiebung mit Privatfahrzeugen zu Punkt Nr. 2 der ältesten Abbaustelle aus dem Frühen Mittelalter. Von dort aus rollen wir die Geschichte von hinten über die Punkte Nr. 3-8 auf. Leider können wir keine Stollen befahren, der Einzige, bei dem dies noch möglich sein könnte, ist das Zuhause einer Dachsfamilie 🙂

Verpflegen werden wir uns unterwegs aus dem Rucksack, bei zu schlechter Witterung finden wir sicher Unterschlupf in einem gemütlichen Restaurant. Kleidung der Witterung entsprechend, gute Schuhe und ein Beutel für mögliche Bohnerzfunde sind empfehlenswert.

Beenden werden wir unsere Exkursion in den Ruinen der ehemaligen Giesserei der Von Roll Werke in der Klus, gleich neben dem Bahnhof. Je nach dem, wie wir zeitlich unterwegs sind, können wir noch das Schlackensand-Depot besuchen, wo mit etwas Glück noch Eisenfunde möglich sind.

Ich freue mich darauf, Euch die wichtigsten Abbaustellen für Bohnerz bei Balsthal zeigen zu können und hoffe auf einen schönen Herbst. Das genaue Programm mit Anmeldung wird nach der GV verschickt und online gestellt.

Anmeldung Exkursion Balsthal

 

Glück Auf
Roger

Exkursion der SGHB im Sommer 2018 (Vorschau)

Zwischen den Sommerferien und der GV der SGHB in Bivio, möchten wir Euch ein weiteres Exkursion-Highlight bieten. Wir möchten zusammen die Bohnerzregion, mit Schwerpunkt Dünnerrntal bei Balsthal besichtigen. Wenn möglich, möchten wir bei Delémont mit einem einzigartigen Aufschluss starten, dann verschieben wir mit unseren privaten Fahrzeugen ins Dünnerntal und besichtigen dort mehrer interessante Aufschlüsse.

Neben vergessenen Abbaustellen gibt es in dieser Region bergbaulich auch sonst einiges zu entdecken. So z.B. das Museum der Von Roll in Choindex, oder das spannende Keramik-Museum und das Museum in Balsthal, ebenfalls mit interessanten Themen aus der industriellen Hochblüte des Tales . Diese werden wir aber nicht besichtigen, sondern unser Augenmerk auf die zahlreichen vergessenen Aufschlüsse an den beiden Talflanken legen.

Das Programm steht noch nicht fest, aber es ist der Wunsch, wenn es zeitlich machbar ist im Frühmittelalterlichen Bergbaugebiet am Oberdörferberg Mittagspause zu machen. Bei schönem Wetter ist Picknick möglich, bei schlechter Witterung bietet das Bergrestaurant Oberdörferberg Zuflucht.

Genauere Angaben folgen noch 🙂

 

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Exkursionen der SGHB im Frühjahr 2018 (Programm und Anmeldung)

Nachdem unsere Webseite wegen technischer Probleme eine kurze Zeit nicht mehr online war, ist es jetzt um so dringender, die Programm-Highlights des laufenden Jahres vorzustellen.

Im Frühjahr ist eine Exkursion ins Besucherbergwerk Chrästel in Buchs ZH geplant. Das Bergwerk befindet sich einige Fahrminuten von Regensdorf entfernt, oberhalb von Buchs.
Diejenigen, welche das Minaria 38 erhalten haben, durften bereits mit ein paar wenigen Fotos und Texten, einen ersten Einblick ins Bergwerk und seiner Geschichte erhalten. Das Bergwerk ist in seiner Art vermutlich einmalig in Europa und bietet so viele unterschiedliche Eindrücke, dass man es selber einmal besucht haben muss. Aus diesem Grund werden wir im Frühjahr 2018, der genau Termin wird noch bekannt gegeben, eine kleine Exkursion ins Bergwerk Buchs unternehmen.
Das Bergwerk ist sehr einfach befahrbar, es sind sogar Fotos von Besucherinnen in Stöckelschuhen bekannt. Es wird eine leichte, zweistündige Führung durch die Familie Wetzel geben. Für die Mutigen unter Euch empfiehlt es sich, Stiefel mitzunehmen. Wenn das Wasser im See nicht zu hoch steht, werden wir mit den verwegenen Teilnehmern durch den See waten. Anschliessend ein gemütliches Beisammensein im angrenzenden Restaurant, mit feinen Wähen 🙂

Programm und Anmeldung zum downloaden

 

Hier noch der Link zu einigen Fotos aus dem Bergwerk Buchs.

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Ankündigung: Exkursion zur Tunnelbaustelle Belchen (SO)

Liebe Bergbauinteressierte,
die diesjährige zweite Tagesexkursionen führt uns am 12. November zur
Tunnelbaustelle 3. Röhre Belchen SO. Details zum Projekte sind hier zu finden:

www.belchentunnel.ch

Die Exkursion beginnt um 14 Uhr  und dauert 2 bis 2,5 Stunden. Die Teilnehmerzahl ist auf 13 Personen beschränkt, es wird gemäss Eintreffen der Anmeldung entschieden. Das Anmeldeformular finden Sie im Anhang. Die Detailinformationen zur Tunnelbaustelle erfolgen nach Bestätigung der Anmeldung.

Mit Grüssen & Glückauf!
Hans Peter Stolz

pdf-icon  Download der Anmeldung

Bericht: Exkursion nach Dardagny 22. Mai 2016

Vermutlich einer der längsten Anfahrtswege, seit die SGHB Exkursionen anbietet… würde sich da überhaupt jemand anmelden? Das war meine grösste Angst bei der Ausschreibung zur aktuellen Exkursion im Frühling 2016. Aber die Ölsande und Öl-auswaschungen von Dardagny hatten mich so fasziniert, ich würde die Exkursion auch alleine durchführen.
Doch bei weitem gefehlt, ich ging nicht alleine auf Exkursion und durfte bei angenehmem Wetter mit einer kleinen, aber umso interessierten Gruppe durch die Wälder von Dardagny streifen.

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Anmeldung zur Exkursion nach Genf am 25. Juni 2016

IMG_4219Der Termin unserer ersten Exkursion in diesem Jahr rückt immer näher. Es ist an der Zeit die Daten für die Anmeldung bekannt zu geben. Es ist uns allen bewusst, dass der Bergbau im Gebiet von Dardagny nicht mit dem Bergbau in den Alpen zu vergleichen ist. Aber ist es nicht faszinierend, dass wir in der Schweiz unser eigenes Erdöl gewonnen haben? Die Chance einmal seine Finger ins schwarze Gold von Dardagny zu tauchen, sollte deshalb nicht ungenutzt bleiben. Alle weiteren Angaben zum Programm der Exkursion und die Anmeldung können Sie hier downloaden.

pdf-iconDownload Programm und Anmeldung

 

Pfingstmontag-Ausflug im Elsass

Am 16. Mai 2016 findet im Elsass der traditionelle Pfingstmontag-Ausflug statt. Dieses Jahr führt die Wanderung in Giromagny zu den Spuren der Rosemont Minen Verhüttungsanlagen und einer fantastischen Landschaft. Interessante Programmpunkte wie die alte Schmelzerei, ein vom Verband angebotener Apéro, Besichtigung des Bergbaumuseums, alte Stollen und Wildpflanzen lassen diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

pdf-icon Programm download

Erdöl in der Schweiz…?

25. Juni 2016
Exkursion nach Dardagny (GE) zu den historisch abgebauten Ölsanden. Die Exkursion führt uns zu sprudelnden Erdölquellen, sowie zu alten Stollen und Schächten, mit denen der ölhaltige Sand abgebaut worden war. Neben dem schwarzen Gold der Schweiz, werden wir je nach Witterung und Zeit auch noch einen kurzen Blick ins Reich des gelben Goldes werfen können 🙂

Weiter Informationen zum genauen Programm und der Anmeldung folgen noch.

Erdoel_bei_Dardagny

Exkursion zur Mürtschenalp

Bei schönstem Wetter trafen wir uns auf dem Parkplatz bei Näfels. Da Parkplätze im Murgtal rar sind, fuhren wir von hier aus mit so wenigen Fahrzeugen wie nur möglich weiter. Beim Parkplatz im Murgtal angekommen zeigte es sich schnell, dass es sich gelohnt hatte ein wenig enger zusammen zu rücken, waren die Parkplätze schon so gut wie voll.
Der Aufstieg hinauf zum Bergwerk wurde in mehreren Etappen  in Angriff genommen: Gspon – Unter Mürtschen – Murgegg – Erzbett. Unser Führer Urs Sandfuchs führte uns souverän hinauf durchs schöne Gspontal und erklärte uns die Geologie, erzählte vom vergangenen Bergbau und wusste auch sonst viel interessantes zu berichten. Im nu lag der beschwerliche Aufstieg hinter uns.

Gspontal

Blick ins Gspontal

Während die einen beim Erzbett ihre Bedürfnisse aus dem Rucksack stillten, begannen die anderen die Schutthalde nach möglichen Schätzen zu durchsuchen. Es war interessant zu sehen wo die Leute ihre Prioritäten gesetzt hatten 🙂 Frisch gestärkt ging es nun horizontal weiter hinüber zur Hauptgrube, wo wir noch eine Gruppe von Geocachern, oder so…. antrafen. Beim Austausch im Gespräch mit ihnen stellte es sich heraus, dass in den Stollen der Hauptgrube ein solcher Geocache, ein Behälter mit Logbuch versteckt ist.
Unter sachkundiger Führung von Urs Sandfuchs stiegen wir in die dunklen Stollen der Hauptgrube ein. Wir durften verwinkelte Gänge, lustig spritzende Quellen, ersoffene Gesenke und schöne Versatzarbeiten entdecken. Die Stollen waren gut erhalten und teilweise war ihr Profil erstaunlich geräumig!
Beim Abstieg war für uns alle klar, wieder einmal durften wir zusammen bei schönstem Wetter einen spannenden und abenteuerlichen Tag erleben.

Schutzhütte mit Bahnstation

Links Reste der alten Seilbahnstation, Mitte Schutzhütte, rechts neue Bergstation

Das Handout zu dieser Exkursion kann als PDF herunter geladen werden. Die Angaben zur Uranparagenese der Mürtschenalp sind nicht verbindlich. Es war dem Autor in der kurzen Zeit leider nicht möglich, die komplexe Genese aufzuarbeiten. Die ihm zur Verfügung gestandenen Unterlagen entsprachen leider nicht mehr dem neusten Stand der Geologie. Es sollte aber diesen Winter eine kleine Überarbeitung Uranparagenese der Mürtschenalp erscheinen.

pdf-iconHandout zum downloaden

 

 

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Überraschung am Ufer des Rheins

Im Vorfeld des Montanhistorik Workshops wollten Luisa, Sepp und ich das Bergwerk Sul IMG_3687Rhein befahren um zu schauen, ob für die kommenden Führungen alles i. O. ist. Für mich war es eine «Premiere», hatte ich nur immer in Luisas Blog von diesem Bergwerk gelesen. Man macht sich so seine eigenen Gedanken darüber, was einem da erwarten soll, in diesem Fall ging ich von ein paar Meter Stollen aus, denn schliesslich hiess es im Fehlmann von 1919:  «… auf je 5 m Länge mit Stollen verfolgt.». Und das ganze gleich am Ufer des Rheins, na ja….
Bei schönstem Wetter trafen wir uns um 10:00 Uhr beim Bahnhof von Rueun. Luisa wollte ursprünglich erst um 13:00 Uhr beginnen, aber da ich nichts grossartiges erwartete, dachte ich, wir könnten nach dem kleinen Abstecher in den Untergrund noch ein weiteres Bergwerk befahren. Doch es kam alles ganz anders als IMG_3690erwartet, bereits das Mundloch war so faszinierend, dass ich nicht aus dem Staunen kam. Die stark verschieferten Sandsteine und sandigen Phyllite waren bei der Absetzung der Erze durch die zirkulierenden Fluide alteriert worden. Durch diese Veränderungen verwittert nun das Gestein in den Zonen des Erzganges und es entstehen Strukturen die einen an Holz erinnern. Und im Stollen folgte bereits nach wenigen Metern die nächste Überraschung. Die Reste eines Abbau in die Tiefe, vermutlich im Stross-Verfahren ausgeführt zogen mich in seinen Bann, aber vor allem der Anblick, wie er im klaren Wasser in die Tiefe hinunter weiterführte. Wir folgten dem Hauptstollen weiter in den Berg hinein und schon bald tat sich mir ein kleines Labyrinth von Seiten- Parallel- und Querstollen auf. Überall fanden sich Details wie z. B. schöne Versatzarbeiten, fotogene Überreste früherer Befahrungen, Fledermausspuren und Erzgänge. Nach einer kleinen Ewigkeit kamen wir um 14:00 Uhr hungrig wieder über Tage. Ich war total begeistert von den «5 Meter Stollen» und war glücklich, dass es immer wieder schöne Überraschungen unter Tage zu erleben gibt.

Roger Widmer, an einem Sonntag im Oktober 2015

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Exkursion des FBG in die Surselva 2015

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Stollen Sul Rhein © Luisa

Der FBG möchte Sie Am 29. August 2015 zur diesjährigen Exkursion in die Surselva, das Bündner Oberland einladen. Die Exkursion zum Stollen Sul Rhein und den Stollen im Val Schmuèr findet unter kundigen statt. Benötigt werden sicher gutes Schuhwerk, Wanderausrüstung, Regenschutz und Picknick.

Weitere Details zur Exkursion können sie dem Programm entnehmen.

pdf-iconProgramm zum downloaden

Zweite Exkursion der SGHB 2015

Exkursion zum Kupferbergwerk Mürtschenalp am Samstag, den 22. August 2015

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«Graues Gebirge» mit den Sekundärmineralen Azurit, Malachit, Limonit

Auf der Mürtschenalp wurde Bergbau auf Kupfer und Silber in den Gruben „Erzbett“ und Hauptgrube betrieben. Der Bergbau lässt sich in vier Bergbauperioden einteilen. In der ersten Bergbauperiode suchte man in erster Linie Silber in den Kupfererzen. Der erste Nachweis ist von 1608 und endet um 1723. Die zweite Bergbauperiode ist 1834 bis 1865. Diese ist als die bedeutendste zu nennen, der technische Fortschritt begünstigte den Bergbau. Erst als die silberreichen Kupfererze in zunehmender Tiefe weniger wurden, rentierte der Abbau nicht mehr. Die dritte Bergbauperiode ist durch den ersten Weltkrieg begründet, akuter Kupfermangel belebte den Bergbau von 1916 bis 1918 zum letzten mal. Als die vierte Bergbauperiode bezeichnet man die Prospektion nach Uran in den 1950er Jahren.

Besonderes gute körperliche Verfassung und Trittsicherheit sind Voraussetzung für die Teilnahme.

Die Stollen liegen auf 1800 m.ü.M. Der Anmarsch über 700 Höhenmeter dauert ca. 2 bis 3 Stunden und führt über Fusswege und teilweise durch wegloses Gelände.

Weitere Details zur Exkursion können sie dem  Programm entnehmen.

pdf-iconProgramm zum downloaden

Urban Mining einmal ganz im Sinne des Wortes….

Am Pfingstsonntag unternahm ich mit den Eltern meines älteren Göttibueb einen Ausflug. Da es hiess, dass er und sein Bruder auch mit kämen, wollte ich den beiden Teenager  natürlich etwas spannendes bieten. Ich entschied mich für eine Wanderung von Wettingen über den Lägerngrat nach Otelfingen. Oberhalb von Otelfingen wollte ich ihnen natürlich auch die neolithische Werkzeugfabrik und die Bohnerzfundstelle zeigen. Aber zu meiner grossen Enttäuschung wollten die beiden Teenager lieber zu Hause bleiben und sich vom Schulstress erholen. Ich hatte dafür natürlich Verständnis und so machten wir uns ohne Kinder auf den Weg. Faul wie wir waren, stellten wir ein Auto in Otelfingen beim Schiesstand Geren ab und das andere parkierten wir beim Schartenfels oberhalb von Wettingen. Schon beim hinfahren fiel mir die Baugrube mit der roten Erde auf und ich nahm mir vor, dieser am Abend einen kleinen Besuch abzustatten.

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Exkursion zum Südranden

Als ich meine Schwester fragte, ob sie an der Exkursion zum Südrandes teilnähme, war ihre erste Frage darauf «isches dänn au troche?» Natürlich hatte auch ich noch die letztjährige Exkursion auf die Lägern in Erinnerung. Nicht weil die Exkursion schlecht war, nein weil unsere Kleidung zu schlecht war….ha ha
In der Nacht vom Freitag auf den Samstag regnete es dann in Strömen und ich konnte nur sehr schlecht einschlafen. Ich hatte grosses Bedenken, dass auch diese Exkursion buchstäblich ins Wasserfallen würde. Aber es sollte alles ganz anders kommen und in einem wunderschönen Tag enden.

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Erwachen aus dem Dornröschenschlaf

Monte San Giorgio 2015

Wer schon einmal das Bergwerk Tre Fontane bei Serpiano befahren hat, weiss sicher dass in der näheren Umgebung der Stollen noch allerlei IMG_4714 Kopie«Gerümpel» aus der letzten Bergbauperiode umherliegt. Darunter war auch eine rostige Mulde welche einmal zu einer Schnabelkipper-Lore gehört hatte. Diese war früher in den Stollen des Bitumenschiefer-Bergwerk eingesetzt worden. Roland Bandi, Führer im Fossilien-Museum in Meride hatte sich im Jahr 2014 vorgenommen, der alten Lore wieder Leben einzuhauchen. In mühsamer Kleinarbeit rekonstruierte Roland das fehlende Lorengestell. Am Samstag 28. März 2015 war es dann so weit. Die Lore sollte mit einem kleinen Fest im Innenhof des Museums von Meride der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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Anmeldung Exkursion am Südranden

Mit etwas Verspätung kommen hier noch die definitiven Angaben zur Exkursion am Südranden. Wie man auf dem Foto sehen kann, findet man noch heute genügend «Böhnchen». Wir freuen uns auf eine interessante Exkursion in einer mystisch angehauchten Landschaft.

Bohnerz

Bohnerz

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18. April 2015, Exkursion auf den Spuren des Bohnerzabbaus am Südranden

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Mondlandschaft am Südranden

Am 18. April findet die alljährliche Exkursion der SGHB statt. Wir begeben uns auf die Suche nach den Spuren der ehemaligen Bohnerzgewinnung am Südranden. Wer sich diese Gegend schon einmal als 3D Reliefkarte angeschaut hat, der kann sich den Umfang der ausgeführten Arbeiten sehr gut vorstellen. Es sieht aus, als würde man die Oberfläche des Mondes betrachten. Wohin man schaut, man findet überall kleine und grosse Krater. Nein, dies sind keine Dolinen und auch keine Meteoritenkrater, es sind von Menschenhand erschaffene Gruben. Überbleibsel der bei der Suche nach dem begehrten Bohnerz gegrabene Gruben, sowie Pingen von mittlerweilen verstürzten Stollen. Zwischen den einzelnen Vertiefungen sind meist unregelmässig ausgebildete Wälle und Hügelchen auszumachen. Man kann sich beim Anblick dieser zerwühlten Landschaft gut die Auswirkungen dieser Arbeiten auf das damalige Kulturland vorstellen und die damit aufgetretenen Probleme.

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Zahlt sich Spontanität immer aus…?

KarteDas Wochenende stand einmal mehr vor der Tür und auch die Wetteraussichten waren gut. Sollte ich nun mein Motorrad satteln und die Schweizer Alpen unsicher machen, oder ein Bergwerk suchen gehen? Irgendwie konnte ich mich nicht so recht entscheiden, den es reizten mich beide Optionen sehr.
Wie oft hatte ich schon gehört, man solle im Leben ein wenig spontaner sein und so entschloss ich mich kurzerhand beide Optionen miteinander zu verbinden. Schon lange reizte mich eine kleine Galenit-Lagerstätte im Val Cadlimo.
Also, wie gelange ich mit meinem Motorrad dorthin und habe am meisten Fun….? Da könnte ich über den Brünig und dann…. oder über den Susten…über Chur….? Ich entschloss mich dann mit Berücksichtigung der mir zur Verfügung stehenden Zeit, eine abgespeckte Version auszuwählen 🙂 Auf der Fahrt über den Oberalppass hinauf zum Lai da Sontga Maria beim Lukmanierpass genoss ich jede Kurve. Beim Parkplatz hinter dem Restaurant am Cuolm Lucmagn stellte ich mein Motorrad ab und machte auf den Weg ins Val Cadlimo. Mein Weg führte mich dem See entlang um den Ausläufer des Costa del Scai. Nach ca. 15 Minuten hatte ich diesen umrundet und versuchte mich im Gelände zu orientieren. Ich hatte mir die Strecke auf der Karte schon so oft angeschaut und hatte deshalb eine klare Vorstellung, wie das Gelände hier ausschauen sollte. Nun stand ich hier im Gelände, schaute in die Richtung, in der ich das Val Cadlimo zu sehen erhoffte, aber es war einfach nicht dort, wo ich es erwartet hatte. Nach längerem Suchen entdeckte ich viel höher, als ich es mir vorgestellt hatte, den Einstig ins Val Cadlimo. Wow… da hatte ich mich aber schön verrechnet. Mittlerweile war es bereits Mittag und ich musste noch da hinauf….?
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Exkursion zu den «Bahamas» von Chamoson

Am Samstag 30. August war es soweit. Das Wetter war bereits die ganze Woche durch unbeständig gewesen. Dennoch wagte sich eine kleine Gruppe verwegener Bergbaufreunde ins Unterwallis, um dort die noch spärlich vorhandenen Spuren eines missglückten Bergbauversuchs im zweiten Weltkrieg zu erforschen. Bei der Hinfahrt wusste das Wetter noch nicht so recht, von welcher Seite es sich an diesem Tag zeigen wollte. Wir sahen zwischen Wolken ein paar vereinzelte Sonnenstrahlen, die mit leichten Regenschauern um die Vorherrschaft an diesem Tag kämpften.

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Exkursion zum Bergwerk von Chamoson

Am Samstag 30. August 2014 findet eine zweite Exkursion der SGHB statt. Bei hoffentlich gutem Wetter führt uns dieser Anlass ins sonnige Wallis, auf eine Höhe von ca. 2000 m ü. M. Das Bergwerk, welchem unser Interessen gilt, befindet sich in den Bergen der Morcles-Decke, in welcher ein paar der schönsten Falten der Alpen zu sehen sind. Das Bergwerk liegt hoch über dem Dorf Chamoson, nach dem der 1820 entdeckte Chamosit benannt wurde (gehört neben anderen zu den Mineralien, die auch auf dem Mars entdeckt wurden).

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cantine et dortoir © swisstopo InfoGeol Nr. 7172

Nach der Entdeckung der eisenhaltigen Oolithe wurde das Erz für die Eisenhütten von Ardon im Tagbau abgebaut.  Nachdem der Betrieb einige Zeit geruht hatte, wurde im Jahr 1941 die Gesellschaft „Mines de Fer de Chamoson SA“ gegründet, mit dem Ziel, die Lagerstätte erneut abzubauen. Leider wiederholt sich die Geschichte immer wieder von neuem und so wurde im Jahr 1942 mit den Aus- und Vorrichtungsarbeiten und mit dem Bau von kostspieligen Installationen begonnen. Obwohl schon in älteren geologischen Gutachten erwähnt wurde, dass die Lagerstätten örtlich stark begrenzt und tektonisch gestört seinen, wurden diese Anlagen in viel zu grossem Umfang erbaut. Bereits im Sommer 1943 mussten die Arbeiten infolge finanzieller Schwierigkeiten wieder eingestellt werden und zu einem eigentlichen Abbau der Eisenerze war es nie gekommen.

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Aufbereitungsanlage © swisstopo InfoGeol Nr. 7172

 

Mit unserer Exkursion möchten wir die verbliebenen Spuren dieses schicksalhaften Bergbauversuches in den Bergen von Chamoson erforschen. Auf den ersten Blick ist nicht mehr viel zu erkennen, doch bei näherer Betrachtung kann man noch heute im Gelände versteckte Spuren einer längst vergangenen Bergbautätigkeit entdecken. Und auch wenn von den drei Stollen nur noch einer begehbar ist, der Blick auf die eindrücklichen Falten der Morcles-Decke lässt diese Tatsache schnell verblassen.

Wer an der Exkursion interessiert ist und gerne teilnehmen möchte, kann sich unter folgender Adresse anmelden: 

Pfingst-Montag Exkursion 2014

In den Vogesen haben sich mehrere Bergbau-forschende Vereine in der Fédération Patrimoine Minier zusammengeschlossen. Zum Zeitpunkt der Gründung waren es fünf, während der besten Zeit in den 1980er Jahren vierzehn. Heute Besteht die Fédération Patrimoine Minier aus zwölf Gruppen oder Vereinen. Dieser Zusammenschluss ermöglicht es, dem interessierten Publikum eine Vielzahl an Aktivitäten anzubieten. Dazu gehört die Veröffentlichung diverser Publikationen, der Unterhalt einer Bibliothek, archäologische Grabungen und Ausflüge und Führungen.
Ein beliebter Anlass ist die Pfingst-Montag Exkursion. Dieses Jahr führt der traditionelle Ausflug in das Hochtal von Masevaux . Man folgen den Spuren von Ferdinand von Österreich, der 18. Juli 1527 die Silberminen im Tal von Soultzbach (Elsass) prospektiert hatte. Ein Schwerpunkt dieser Veranstaltung ist die Industriearchäologie, weshalb die CRESAT ( Zentrum für Forschung zur Wirtschaft, Gesellschaft , Kunst und Technologie) an der Universität Haute -Alsace diese Veranstaltung begleitet. Die Überreste einer alten Schmiede bei Oberbruck und des Hochofens aus früher Zeit sind Teil des Ausflug.

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Ehemalige Weissblechfabrik, http://isundgau.over-blog.com

Im Zusammenhang mit dieser Örtlichkeit  wird auch die Problematik der Verschmutzung durch Schwermetalle und industrielle Risiken diskutiert. Ein Kraftwerk zur Erzeugung von elektrischem Strom, aus der Zeit der Energiewende, mit einer 70 Meter langen Druckleitung wird besichtigt und zum Schluss noch ein High Light: ein kleines,  vermutlich mittelalterliches Bergwerk, welches bisher den historischen und archäologischen Untersuchung entgangen war!

Anmeldung an:

Download des Veranstaltungsprogramm pdf-icon

 

 

Unterwegs im Schlaraffenland….

Es war schon seit längerer Zeit eine beschlossenen Sache gewesen, dass Lothar Hoffmann mir einmal die geheimnisvolle Welt des Bergbau am Mont Chemin zeigen wollte. Für mich ein grosser weisser Fleck auf der Landkarte, übte dieser Berg eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Lag es nur am darin verborgenen Magnetit, oder war es die Faszination, bei jedem Schritt und Tritt über irgendwelche Spuren des historischen Bergbau zu stolpern?
Am 25. April 2014 war es soweit, wir hatten unsere Agendas synchronisiert und einen gemeinsamen Termin für unsere schon lange überfällige Exkursion gefunden. Ein grosses Anliegen von Lothar war die Befahrung des Bergwerk bei Vens. Dieses befindet sich in einem gefährlichen Couloir, weshalb er bisher den Abstieg alleine noch nicht gewagt hatte. Ich sollte also meine Kletterausrüstung und Seile mitbringen, damit sein sehnlichster Wunsch, endlich stolzer Besitzer eines Stück Erz aus dieser Mine zu werden, in Erfüllung ging.

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SGHB Exkursion vom 22. März 2014 in die Lägern

Am Samstagmorgen,  bei (noch) leichtem Regen trafen sich 19 Unerschrockene um 10.00 Uhr in Regensberg. Das nasse Wetter würde uns leider noch den ganzen Tag begleiten. Aber alle Teilnehmer waren in bester Stimmung und die liessen wir uns auch nicht durch ein wenig Regen nehmen.

Treffpunkt in Regensberg © Thomas Zollinger

Treffpunkt in Regensberg © Thomas Zollinger

Doris Reber, Geologin der Schweizerischen Geotechnischen Kommission (SGTK) an der ETH Zürich und Patrick Nagy, Archäologe beim Amt für Raumentwicklung des Kanton Zürich eröffneten die Exkursion in Regensberg mit ersten Erklärungen zur Geologie und der Geschichte von Regensberg und der Umgebung. Nach dieser ausführlichen Einleitung ging es bei stärker werdendem Regen entlang der Nordseite der Lägern in Richtung Hochwacht.

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Exkursion vom 22. März 2014

Die Lägern, nur ein Berg…?

Wer schon einmal eine  Wanderung von Baden her über den Felsrücken der Lägern nach Dielsdorf unternommen hat, weiss die vielfältige Natur und die prächtige Aussicht zu schätzen. Im wahrsten Sinne des Wortes eine „Gratwanderung“…. Während im Sommer die Felsen der Südseite von der Sonne gnadenlos aufgeheizt werden, und man durch eine karge mediterrane Vegetation wandert, bleibt es im Schatten auf der Nordseite angenehm kühl und beide „Klimazonen“ nur getrennt durch einen schmalen Grat.  Die Lägern ist ein Ausläufer der Jurakette und besteht vor allem aus Malmkalken, Dogger Formationen und  Gipskeuper  mit der bekannten Gipsgrube bei Ehrendingen.

Silex- und Bohnerzknollen

Silex- und Bohnerzknollen

Während der langen Festlandperiode ab Ende der Jurazeit wurden die Kalkunterlagen stark verkarstet. In den flachen, wannenförmigen oder steilwandigen Vertiefungen (Kessel, Höhlen, Spalten, Schlote), die nicht selten durch Kanäle miteinander verbunden sind, reicherten sich die unlöslichen Verwitterungsrückstände an. Dabei handelt es sich um tonige, braun- bis rot, an den Kontaktzonen zum Kalk bläulich-violett bis grünlichgefärbte Tone (Bolustone), welche oft bis haselnussgrosse Eisenerzkonkretionen (Bohnerz) enthalten. Von noch grösserem Interessen waren an der Lägern die in diesen Tonen mit eingelagerten Silexknollen. Dank diesem Einlagern entgingen sie während der Gebirgsentstehung den tektonischen Beanspruchungen und behielten ihre kompakte Struktur, während dem die Struktur der noch eingewachsenen Knollen durch feine Risse gestört wurde. Somit wurden die im Boluston eingelagerten Silexknollen dank ihrer hervorragenden Qualität zu einer gesuchten Handelsware im Neolithikum. Diese gesuchte Knolle in Steinbrüchen abgebaut und teilweise vor Ort weiterverarbeitet.

An der diesjährigen Exkursion entführen uns Doris Reber von der Schweizerischen Geotechnischen Kommission und Patrick Nagy von der Zürcher Kantonsarchäologie, in eine etwas weiter zurückliegende Zeit des Bergbaus (Tagbau) und den noch heute sichtbaren Spuren an der Lägern.

Wer an der Exkursion interessiert ist und gerne teilnehmen möchte, kann sich unter folgender Adresse anmelden:

 

 

Exkursionsbericht zur SGHB-Jahrestagung 2013 in Bex (VD)

Gips-Steinbruch Le Montet bei Bex (Sa, 5.10.13)
Wegen sehr schlechtem Wetter kann die geplante fakultative Vorexkursion ins unterirdische Schwefelbergwerk von Sublin (Bex, VD) nicht durchgeführt werden. Als Alternative besucht eine Gruppe von 9 Vereinsmitgliedern unter der Leitung von Stefan Ansermet und Nicolas Meisser den Gips-Steinbruch von Le Montet (Bex, VD). Das Gipsvorkommen mit hohem Dolomit-Anteil gehört stratigraphisch zur oberen Trias (Keuper). Dieser Steinbruch ist seit über 100 Jahren in Betrieb. Neben Gips kann in diesem Steinbruch auch Anhydrit und vereinzelt Schwefel gefunden werden.

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