Exkursion nach Dorénaz vom 5.05.2012

Bei sehr feuchtem Wetter trafen sich die Teilnehmer der diesjährigen Exkursion beim Bahnhof von Vernayaz (VS). Nach einer kurzen Begrüssung und Einführung durch Peter Aeberhard und Roger Widmer, verschoben wir mit den PW’s hinauf zum ca. 1200 m höher gelegenen Plateau von Méreune. Während der Fahrt  wurde das Wetter immer besser, so dass wir mit einer trockene Exkursion rechnen durften (oberflächlich betrachtet).

Bergwerk Dorénaz, verstürzter Stollen 1, Foto: Hans Peter Stolz (2012)

Bergwerk Dorénaz, verstürzter Stollen 1, Foto: Hans Peter Stolz (2012)

Der zum Teil sehr stark verstürzte Stollen 1 übte auf die Teilnehmer eine starke Faszination aus. So fanden sich unter den Teilnehmern doch einige Wagemutige, welche die diversen Verstürze überwinden und in unbekannte Gefilde vordringen wollten.

 

 

 

 

Bergwerk Dorénaz, Umlenkrad der Seilbahn, Foto: Roger Widmer (2011)

Bergwerk Dorénaz, Umlenkrad der Seilbahn, Foto: Roger Widmer (2011)

Nach den Chaotischen Zuständen im halbverstürzten Stollen 1 war der ältere Stollen 2bis der reinste Sonntagsspaziergang. Wieder an der frischen Luft, machte sich die Gruppe auf den Weg zum alten Umlenkrad der Seilbahn, auf dem Niveau des Stollen 3. Während dessen filmte ich den Stollen 2bis sowie 0. Wenig später traf die Gruppe wieder auf dem Plateau von Méreune ein, aber irgend etwas stimmte nicht.Ich schaute in lauter enttäuschte Gesichter und man erklärte mir, dass das Umlenkrad der Seilbahn gestohlen (abtransportiert) worden war.

 

Bergwerk Dorénaz, Bach im Stollen 0bis, Foto: Hans Peter Stolz (20120)

Bergwerk Dorénaz, Bach im Stollen 0bis, Foto: Hans Peter Stolz (2012)

Nach diesem Schreck gönnten wir uns noch das high light des Stollen 0bis. etwas feuchte Angelegenheit, wurde dank der guten Ausrüstung der Teilnehmer souverän gemeistert. Bedingt durch das Abschmelzen des Schnees und dem starken Regen war der Wasserstand im Stollen 0bis leicht erhöht. Es gibt fast kein Hindernis, das ein guter Bergwerkforscher nicht überwinden kann. Im hinteren Teil des Stollens zweigt ein Querschlag nach rechts ab. Darin konnte man schöne Aufnahmen von sehr speziellen Stalaktiten machen, musste sich dazu aber durch eine Lehmschicht am Boden kämpfen, die es in sich hatte. Nach den Eindrücken in all diesen Stollen fiel der Vorschlag, sich zu verpflegen auf nahrhaften Boden. Während die einen noch zusammen fachsimpelten, streiften die anderen bereits durch die verschiedenen Gebäude des ehemaligen Bergwerks und stellten sich vor, wie es wohl war, wenn man sich nach der Schicht ins schmutzige Bett des Vorgängers legen musste. Um ca. 16.00 Uhr verabschiedeten wir uns wieder im Tal beim Bahnhof von Vernayaz. Es war eine gelungene Exkursion, das Wetter hatte mitgespielt und es hatte keinen Zwischenfall gegeben. Aber dennoch blieb bei mir ein fahler Nachgeschmack haften. War doch beim Rekognoszieren vor einer Woche das Umlenkrad noch an seinem Ort, so landete es nun vermutlich irgendwo in einer Alteisensammlung und wird eingeschmolzen.

19. Juni 2012      Roger Widmer

 

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