Zweite Exkursion der SGHB 2015

Exkursion zum Kupferbergwerk Mürtschenalp am Samstag, den 22. August 2015

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«Graues Gebirge» mit den Sekundärmineralen Azurit, Malachit, Limonit

Auf der Mürtschenalp wurde Bergbau auf Kupfer und Silber in den Gruben „Erzbett“ und Hauptgrube betrieben. Der Bergbau lässt sich in vier Bergbauperioden einteilen. In der ersten Bergbauperiode suchte man in erster Linie Silber in den Kupfererzen. Der erste Nachweis ist von 1608 und endet um 1723. Die zweite Bergbauperiode ist 1834 bis 1865. Diese ist als die bedeutendste zu nennen, der technische Fortschritt begünstigte den Bergbau. Erst als die silberreichen Kupfererze in zunehmender Tiefe weniger wurden, rentierte der Abbau nicht mehr. Die dritte Bergbauperiode ist durch den ersten Weltkrieg begründet, akuter Kupfermangel belebte den Bergbau von 1916 bis 1918 zum letzten mal. Als die vierte Bergbauperiode bezeichnet man die Prospektion nach Uran in den 1950er Jahren.

Besonderes gute körperliche Verfassung und Trittsicherheit sind Voraussetzung für die Teilnahme.

Die Stollen liegen auf 1800 m.ü.M. Der Anmarsch über 700 Höhenmeter dauert ca. 2 bis 3 Stunden und führt über Fusswege und teilweise durch wegloses Gelände.

Weitere Details zur Exkursion können sie dem  Programm entnehmen.

pdf-iconProgramm zum downloaden

Zimmerreservation für die GV 2015 im Montafon

Achtung, es wird eine frühzeitige Zimmerreservation auf Bartholomäberg im Montafon für die Jahresversammlung der SGHB vom Freitag/Sonntag, 16./17./18. Oktober 2015 empfohlen!

Bartholomäberg (5 km von Schruns entfernt) auf über 1080 Meter über Meer ist ein begehrtes Ferien- und Wandergebiet. Deshalb ist es ratsam, die Übernachtungen für die Jahresversammlung frühzeitig zu buchen. Die Buchung muss jedes Mitglied selbstständig tätigen.

Im Hotel Bergerhof sind bis Ende Juni eine genügende Anzahl Doppelzimmer und (soweit verfügbar) auch Einzelzimmer für Mitglieder der Schweizerischen Gesellschaft für historische Bergbauforschung (SGHB) reserviert. Bei der Buchung bitte erwähnen: Kontingent SGHB.

pdf-icon  (Download) Weiter Information zur Zimmerreservation

Programm-Eckpunkte der Jahresversammlung (das detaillierte Programm wird später bekannt gegeben)

Freitag, 16. Oktober

  • Um 11 Uhr Beginn der Tagung mit der Vorexkursion (Fakultativ). Mann muss sich aber dazu anmelden (weitere Informationen folgen).
  • Am Abend Vorstandssitzung mit anschliessendem Nachtessen und Gedankenaustausch.

Samstag, 17. Oktober

  • Am Vormittag und frühen Nachmittag Exkursion.
  • Am späteren Nachmittag Wissenschaftliche Sitzung und Jahresversammlung.
  • Gemeinsames Nachtessen im Hotel Bergerhof.

Sonntag, 18. Oktober

  • Am Vormittag Besichtigung Pfarrkirche, Frühmessmerhaus (Museum) und Besuch des Anna-Stollens anschliessend Mittagsimbiss.
  • Im Verlauf des Nachmittag Ende der Tagung.

 

Urban Mining einmal ganz im Sinne des Wortes….

Am Pfingstsonntag unternahm ich mit den Eltern meines älteren Göttibueb einen Ausflug. Da es hiess, dass er und sein Bruder auch mit kämen, wollte ich den beiden Teenager  natürlich etwas spannendes bieten. Ich entschied mich für eine Wanderung von Wettingen über den Lägerngrat nach Otelfingen. Oberhalb von Otelfingen wollte ich ihnen natürlich auch die neolithische Werkzeugfabrik und die Bohnerzfundstelle zeigen. Aber zu meiner grossen Enttäuschung wollten die beiden Teenager lieber zu Hause bleiben und sich vom Schulstress erholen. Ich hatte dafür natürlich Verständnis und so machten wir uns ohne Kinder auf den Weg. Faul wie wir waren, stellten wir ein Auto in Otelfingen beim Schiesstand Geren ab und das andere parkierten wir beim Schartenfels oberhalb von Wettingen. Schon beim hinfahren fiel mir die Baugrube mit der roten Erde auf und ich nahm mir vor, dieser am Abend einen kleinen Besuch abzustatten.

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Erwachen aus dem Dornröschenschlaf

Monte San Giorgio 2015

Wer schon einmal das Bergwerk Tre Fontane bei Serpiano befahren hat, weiss sicher dass in der näheren Umgebung der Stollen noch allerlei IMG_4714 Kopie«Gerümpel» aus der letzten Bergbauperiode umherliegt. Darunter war auch eine rostige Mulde welche einmal zu einer Schnabelkipper-Lore gehört hatte. Diese war früher in den Stollen des Bitumenschiefer-Bergwerk eingesetzt worden. Roland Bandi, Führer im Fossilien-Museum in Meride hatte sich im Jahr 2014 vorgenommen, der alten Lore wieder Leben einzuhauchen. In mühsamer Kleinarbeit rekonstruierte Roland das fehlende Lorengestell. Am Samstag 28. März 2015 war es dann so weit. Die Lore sollte mit einem kleinen Fest im Innenhof des Museums von Meride der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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Anmeldung Exkursion am Südranden

Mit etwas Verspätung kommen hier noch die definitiven Angaben zur Exkursion am Südranden. Wie man auf dem Foto sehen kann, findet man noch heute genügend «Böhnchen». Wir freuen uns auf eine interessante Exkursion in einer mystisch angehauchten Landschaft.

Bohnerz

Bohnerz

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Sparen ja, aber wo sind die Grenzen?

Liebe Bergbaufreunde
Im Rahmen eines grossen Sparpaketes hat der Regierungsrat Schaffhausen auch massive Budgetkürzungen bei der Kantonsarchäologie Schaffhausen beschlossen. Bis 2018 wird das Jahresbudget um über 60% gekürzt und es findet ein Stellenabbau um mehr als 70% auf eine einzige 100%-Stelle statt. Die Kantonsarchäologie wäre deshalb künftig nicht mehr in der Lage, ihren gesetzlichen Auftrag zu erfüllen.
Um dieser Intention entgegenzuwirken, hat die Gesellschaft Pro Iuliomago eine Petition lanciert. Wir sind froh um möglichst viele Unterschriften. Im Anhang findet Ihr/finden Sie den Petitionsbogen, der bitte bis zum 31. März 2015 zurückgeschickt werden soll. Parallel läuft die Petition auf open petition, es kann auch dort unterschrieben werden. Wir sind allerdings froh, wenn wir möglichst viele Unterschriften in Papierform kriegen, denn diese bewirken bei den Politikern einen grösseren Eindruck. Folgend auch der Link zur Online-Petition:
Genauere Informationen finden sich auch auf der Homepage der Interessensgemeinschaft Pro Archäologie Schaffhausen (www.pro-archaeologie.ch).
Die Kantonsarchäologien sind für uns Freunde und Forscher des historischen Bergbaus wichtige Partner, unterstehen doch die historischen Bergwerke als kulturhistorische Monumente auch der Zuständigkeit dieser kantonalen Behörden. Kürzungen, wie sie nun in Schaffhausen drohen, könnten in jedem anderen Kanton ebenfalls eintreten. Ein adäquater Schutz gerade von abgelegenen Fundstellen, wozu auch viele Bergwerke und ihre zugehörigen Installationen zählen, wäre nicht mehr gewährleistet. Es ist deshalb wichtig dass wir hier mithelfen, ein Zeichen zu setzen und die Petition mit Unterschriften unterstützen. Es wäre ebenfalls schön, wenn Sie die Petition in Ihrem Bekanntenkreis weiter verbreiten.

Vielen Dank für Ihre/Eure Mitarbeit!
Mit besten Grüssen
Regula Ackermann
Vorstandsmitglied der SGHB und Archäologin
pdf-iconDownload Flyer

GV der SGHB am Mont Chemin 11. – 12. Oktober 2014

Das Programm der diesjährigen GV der SGHB ist nun bekannt und wurde bereits an die Mitglieder der SGHB verschickt.

Samstag, 11. Oktober 2014
Am Morgen findet die Vorexkursion zum Eisenbergwerk Couloir Collaud statt. Die Stollen sind teilweise schwer zugänglich und es wird von den Teilnehmern eine gute Kondition und  höhlenkundliche Erfahrung erfordert.
Am Mittag findet die obligate GV im Hotel Beau-Site in Chefin-Dessus statt, mit den anschliessenden wissenschaftlichen Vorträgen. Am Abend gemeinsames Nachtessen im Hotel Beau-Site.

Sonntag, 12. Oktober 2014
Wir werden gemeinsam unter der Leitung von Stefan Ansermet entlang dem Sentier des Mines die verschiedenen Minen Besichtigen. Dabei treffen wir auf Bergwerke aus den unterschiedlichsten Bergbauepochen, bis hin zu den jüngsten Sondierungen der AuroVallis im Jahr 2013. Beim Hubacherstollen befindet sich ein schöner Picknick-Platz, den wir hoffentlich bei strahlendem Sonnenschein benützen können, ansonsten werden wir das Picknick unter Tag in den Stollen verlegen, der genug Platz für alle bietet, ca. 400 m lang 🙂

Picknick beim Hubacherstollen

Picknick beim Hubacherstollen

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Anmeldung Download  als PDF

 

pdf-icon Programm deutsch Download als PDF

 

pdf-icon Programm französisch Download als PDF

 

Achtung!!! Das in der Anmeldung angegebene Hotel ist zur fraglichen Zeit leider ausgebucht. Auch in Martigny ist es schwierig noch ein Zimmer zu bekommen (Ferienzeit). Bitte schauen Sie sich auch in der näheren Umgebung nach geeigneten Hotels um, wir bitten um Ihr Verständnis.

GV 2014

Vom 11. – 12. Oktober 2014 findet die diesjährige GV der SGHB statt. Austragungsort ist der Mont Chemin mit seinen zahlreichen bekannten Abbaustellen, wie z.B. beim Col des Planches, Chez Larzes, Tête des Econduits und dem Couloir Collaud. Der Mont Chemin ist neben einem Bergbauparadies auch ein beliebtes Naherholungsgebiet mit schönen Wanderwegen und Picknickplätzen (sentier-des-mines).
Einen kleinen Einblick in die Bergbauregion am Mont Chemin gewährt dem Interessierten auch auch der Artikel im Blogg «Unterwegs im Schlaraffenland». Sobald wir nähere Details zum Programm erhalten, werden wir Sie darüber unterrichten.

 

Himmel und Hölle im Val S-charl

Johannes Wetzel, ein Maurer mit der Passion für «Sgrafitto» baute mit seinen Helfern einen Kalkofen im Val Zuort. Darin wurde in mühsamer Arbeit aus Kalkstein und Dolomit «gebrannter Kalk», die Grundlage für seine Sgrafitto hergestellt. Unter den zahllosen Helfern, die Johannes bei seinem aufwändigen Vorhaben unterstützten war auch Urs Furrer. Urs dokumentierte den ganzen Ablauf des Kalkbrennens mit seiner Kamera und stellet uns die dabei entstandenen Fotos in einem PDF zur Verfügung.

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Kalkbrand © Urs Furrer

Urs Furrer ist selber Künstler aus aus Küblis, der seine Bilder mit Pigmenten aus den Gesteinen des Kanton Graubünden und der ganzen Schweiz auf die Leinwand zaubert. Die grosse Vielfalt an Farbtönen und Nuancen, die uns die Natur mit ihren Gesteinen liefert ist enorm. Aber oft trügt der Schein des Stein und die Farbe entspricht nicht der Vorstellung, die wir uns erdacht haben. Somit ist mancher Fund von Urs Furrer, den er dann zu Hause in ein neues Pigment verwandelt, mit einem kleinen Geheimnis verbunden, welches uns die Natur geschenkt hat. Urs ist es gelungen, den Ablauf des Kalkbrennens in spektakulären Bildern festzuhalten und hat mit dem uns zur Verfügung gestellten PDF ein «mystische» Verpackung dafür erstellt.

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