GV 2014

Vom 11. – 12. Oktober 2014 findet die diesjährige GV der SGHB statt. Austragungsort ist der Mont Chemin mit seinen zahlreichen bekannten Abbaustellen, wie z.B. beim Col des Planches, Chez Larzes, Tête des Econduits und dem Couloir Collaud. Der Mont Chemin ist neben einem Bergbauparadies auch ein beliebtes Naherholungsgebiet mit schönen Wanderwegen und Picknickplätzen (sentier-des-mines).
Einen kleinen Einblick in die Bergbauregion am Mont Chemin gewährt dem Interessierten auch auch der Artikel im Blogg «Unterwegs im Schlaraffenland». Sobald wir nähere Details zum Programm erhalten, werden wir Sie darüber unterrichten.

 

Himmel und Hölle im Val S-charl

Johannes Wetzel, ein Maurer mit der Passion für «Sgrafitto» baute mit seinen Helfern einen Kalkofen im Val Zuort. Darin wurde in mühsamer Arbeit aus Kalkstein und Dolomit «gebrannter Kalk», die Grundlage für seine Sgrafitto hergestellt. Unter den zahllosen Helfern, die Johannes bei seinem aufwändigen Vorhaben unterstützten war auch Urs Furrer. Urs dokumentierte den ganzen Ablauf des Kalkbrennens mit seiner Kamera und stellet uns die dabei entstandenen Fotos in einem PDF zur Verfügung.

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Kalkbrand © Urs Furrer

Urs Furrer ist selber Künstler aus aus Küblis, der seine Bilder mit Pigmenten aus den Gesteinen des Kanton Graubünden und der ganzen Schweiz auf die Leinwand zaubert. Die grosse Vielfalt an Farbtönen und Nuancen, die uns die Natur mit ihren Gesteinen liefert ist enorm. Aber oft trügt der Schein des Stein und die Farbe entspricht nicht der Vorstellung, die wir uns erdacht haben. Somit ist mancher Fund von Urs Furrer, den er dann zu Hause in ein neues Pigment verwandelt, mit einem kleinen Geheimnis verbunden, welches uns die Natur geschenkt hat. Urs ist es gelungen, den Ablauf des Kalkbrennens in spektakulären Bildern festzuhalten und hat mit dem uns zur Verfügung gestellten PDF ein «mystische» Verpackung dafür erstellt.

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21. Tag des Denkmals vom 13. / 14. September 2014

Was sind die Europäischen Tage des Denkmals?

Ziel der Europäischen Tage des Denkmals ist es, bei einem breiten Publikum das Interesse an unseren Kulturgütern und deren Erhaltung zu wecken. An rund 300 Orten in der ganzen Schweiz sind jeweils am 2. Wochenende im September Interessierte zu Führungen, Atelier- und Baustellenbesichtigungen, Exkursionen sowie vielen weiteren Veranstaltungen eingeladen.

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Zu diesem Anlass bietet die Association Cum Grano Salis geführte Exkursionen an. «Ein Wochenende voller Salz, dass Sie begeistern wird…» Die im Stile der damaligen Epoche verkleideten Führer werden sie mit viel «Charme» und Humor in die fesselnde Geschichte des Salzes entführen.

Nähere Informationen unter: sentier du sel

Exkursion zum Bergwerk von Chamoson

Am Samstag 30. August 2014 findet eine zweite Exkursion der SGHB statt. Bei hoffentlich gutem Wetter führt uns dieser Anlass ins sonnige Wallis, auf eine Höhe von ca. 2000 m ü. M. Das Bergwerk, welchem unser Interessen gilt, befindet sich in den Bergen der Morcles-Decke, in welcher ein paar der schönsten Falten der Alpen zu sehen sind. Das Bergwerk liegt hoch über dem Dorf Chamoson, nach dem der 1820 entdeckte Chamosit benannt wurde (gehört neben anderen zu den Mineralien, die auch auf dem Mars entdeckt wurden).

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cantine et dortoir © swisstopo InfoGeol Nr. 7172

Nach der Entdeckung der eisenhaltigen Oolithe wurde das Erz für die Eisenhütten von Ardon im Tagbau abgebaut.  Nachdem der Betrieb einige Zeit geruht hatte, wurde im Jahr 1941 die Gesellschaft „Mines de Fer de Chamoson SA“ gegründet, mit dem Ziel, die Lagerstätte erneut abzubauen. Leider wiederholt sich die Geschichte immer wieder von neuem und so wurde im Jahr 1942 mit den Aus- und Vorrichtungsarbeiten und mit dem Bau von kostspieligen Installationen begonnen. Obwohl schon in älteren geologischen Gutachten erwähnt wurde, dass die Lagerstätten örtlich stark begrenzt und tektonisch gestört seinen, wurden diese Anlagen in viel zu grossem Umfang erbaut. Bereits im Sommer 1943 mussten die Arbeiten infolge finanzieller Schwierigkeiten wieder eingestellt werden und zu einem eigentlichen Abbau der Eisenerze war es nie gekommen.

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Aufbereitungsanlage © swisstopo InfoGeol Nr. 7172

 

Mit unserer Exkursion möchten wir die verbliebenen Spuren dieses schicksalhaften Bergbauversuches in den Bergen von Chamoson erforschen. Auf den ersten Blick ist nicht mehr viel zu erkennen, doch bei näherer Betrachtung kann man noch heute im Gelände versteckte Spuren einer längst vergangenen Bergbautätigkeit entdecken. Und auch wenn von den drei Stollen nur noch einer begehbar ist, der Blick auf die eindrücklichen Falten der Morcles-Decke lässt diese Tatsache schnell verblassen.

Wer an der Exkursion interessiert ist und gerne teilnehmen möchte, kann sich unter folgender Adresse anmelden: 

Sur les pas des Mineurs

Auf den Spuren der Mineure, Donnerstag, 24. Juli 2014

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Une randonnée ludique pour toute la famille sur les traces des mineurs du 16e siècle…
Salamandres et chauves-souris vous emmèneront à la découverte de 1000 ans d’exploitation minière en Val d’Argent.
Sur le chemin, de nombreux bénévoles du chantier archéologique de l’ASEPAM vous permettront, au travers d’ateliers ludiques et pédagogiques ainsi que de la visite de la mine d’argent St Louis Eisenthür,
de retracer l’Histoire des mines d’Argent des Seigneurs de Ribeaupierre.
Au programme, divers ateliers et animations tels que:
le lavage du minerais, initiation a l’archéologie minière, contes et légendes autour de la mine, le jeu du mineur, reconstitutions dans la mine, etc.

Ein interessanter Ausflug für die ganze Familie auf den Spuren der Bergleute im 16. Jahrhundert … entdecke die Spuren von 1000 Jahren Bergbau im Val d’Argent.
Viele Freiwillige der archäologischen Gesellschaft ASEPAM bieten unterhaltsame und lehrreiche Workshops sowie einen Besuch der Silbermine Louis St Eisenthür an, um die Geschichte des Silberbergbau der Herren von Ribeaupierre entdecken.
Zum Programm gehören, verschiedenen Workshops und Aktivitäten wie:

Erzwaschen, Einführung in die Montanarchäologie, Geschichten und Legenden rund um die Minen, etc..

Nähere Informationen mit diesem Link.

Sandbergwerk bei Schlatt (TG)

Am Cholfirst zwischen Benken und Schlatt, treten an ein paar vereinzelten Stellen Aufschlüsse der Oberen Meeresmolasse auf. Die heute noch bekannteste Stelle ist die ehemalige Quarzsandgrube bei Benken. Hier befindet sich das einzige noch teilweise zugängliche Vorkommen von Graupensanden der Oberen Meeresmolasse. Diese Sande sind Teil der grossen Graupensandrinne, die eine Entwässerungsrinne zu Beginn der Oberen Meeresmolasse darstellte. Diese Rinne entwässerte damals von Nordosten gegen Südwesten in das in der Schweiz vorhandene Molassemeer.  Den Namen der Rinne enthielt diese durch das Grundmaterial; einem groben Sand mit darin enthaltenem Kleingeröll in der Grösse von Graupen. Dieser Graupensand enthielt eine grosse Vielzahl an Muscheln, Rochen-, Hai- und Knochenfischzähne, Reste von Walen, Delfinen und Seekühen. Aber man fand auch ins Meer eingespülte Reste von landlebenden Reptilien und Säugetieren. Im Verlauf der Oberen Meeresmolasse wurden Teile der Graupensandrinne durch die nochmalige Transgression (Vorrücken, Ausdehnen) des Molassemeer überschwemmt. Die während dieser Zeit abgelagerten Sedimente bestehen aus quarzreichen Feinsanden und sind von Geröllbänken durchzogen. Im Vergleich zum Graupensand sind diese Feinsande ärmer an Fossilien. Häufig findet man Spuren von limonitisierten, (durch Eisenlösung imprägnierte) Holzreste wie Äste und Baumstämme. Diese beiden Schichten gehören der Brackwasserschicht in der Oberen Meeresmolasse an. So genannt, nach dem Millieu, in dem sie abgelagert wurden.

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Unterwegs im Schlaraffenland….

Es war schon seit längerer Zeit eine beschlossenen Sache gewesen, dass Lothar Hoffmann mir einmal die geheimnisvolle Welt des Bergbau am Mont Chemin zeigen wollte. Für mich ein grosser weisser Fleck auf der Landkarte, übte dieser Berg eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Lag es nur am darin verborgenen Magnetit, oder war es die Faszination, bei jedem Schritt und Tritt über irgendwelche Spuren des historischen Bergbau zu stolpern?
Am 25. April 2014 war es soweit, wir hatten unsere Agendas synchronisiert und einen gemeinsamen Termin für unsere schon lange überfällige Exkursion gefunden. Ein grosses Anliegen von Lothar war die Befahrung des Bergwerk bei Vens. Dieses befindet sich in einem gefährlichen Couloir, weshalb er bisher den Abstieg alleine noch nicht gewagt hatte. Ich sollte also meine Kletterausrüstung und Seile mitbringen, damit sein sehnlichster Wunsch, endlich stolzer Besitzer eines Stück Erz aus dieser Mine zu werden, in Erfüllung ging.

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Neuer Webauftritt

Bei Usseglio, in der Gegend von Punta Corna existieren archäologisch wertvolle Spuren industrieller Metallverarbeitung aus dem Mittelalter und der Neuzeit. Im Umfeld des Bergbaugebiet wurden diverse Werkzeuge gefunden, die eine Vorstellung der Bergbautechniken im Mittelalter erlauben, vergleichbar mit dem mittelalterlichen Bergbau in Frankreich, England und Deutschland. Das archäologische Erbe von Punta Corna wird durch einen Archäologie-Park mit einer Ausdehnung von 10 km2 geschützt. Für Fachleute aus der Metallurgie ist dieser Park eine einmalige Gelegenheit um die Hintergründe der mittelalterlichen Metallverarbeitung studieren zu können.

Die Webseite die diese Forschungsarbeiten, diverse Veranstaltungen und Workshops im Internet präsentierte, wurde überarbeitet und hat auf den Frühling hin ein neues Aussehen bekommen.

Auf der Webseite Le antiche miniere di Usseglio (Torino) finden sich Informationen zu Anlässen und Ausstellungen usw.

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Veröffentlicht unter News

Chandoline Förderstollen Stalder

Das Bergwerk von Chandoline ist laut Letsch (1919) eines der wenigen Bergwerke im Wallis, welches seit Beginn des Abbau in den Jahren um 1850, bis zum Ende des ersten Weltkrieg ununterbrochen bewirtschaftet wurde.  Diese alten Stollen wurden mehrheitlich unsachgemäss vorgetrieben und raubbaumässig angelegt. Dabei waren nur Flöze mit einer gewissen Mächtigkeit und Linsen (bis zu 3 m Mächtigkeit) von Interessen. Diese konnten mit geringem Aufwand abgebaut werden und erbrachten den grössten Gewinn. Bereits während des ersten Weltkrieg waren aber bereits der grösste Teil dieser Stollen wieder verstürzt.

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10. /11. Mai 2014, Historische Bergbauveranstaltung in Ste-Marie-aux-Mines

Silbergeschrei

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Ste-Marie-aux-Mines © Hans Peter Stolz

Im Herzen der Vogesen trifft man im Tal von Sainte-Marie-aux-Mines auf ein ungewöhnlich reiches Vorkommen mit nicht weniger als 150 Mineralarten. Man fand in den Bergwerken die silberhaltigsten Erze des Landes. Schon sehr früh wussten die Menschen um diese reichhaltigen Vorkommen und begannen sie abzubauen. Archäologische Funde aus dem 10. Jahrhundert belegen die erste Abbauperiode in dieser frühen Zeit. Kriege und die Rezession des späten Mittelalter wirkten sich negativ auf den aufblühenden Bergbau aus, so dass dieser zu stagnieren begann.

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Stollen im Besucherbergwerk © Hans Peter Stolz

Zu Beginn des 16. Jahrhundert erwachte der Bergbau von neuem. Das „Silbergeschrei“ erhalte durchs ganze Land, die Wiederentdeckung lockte bis zu 3000 Bergleute aus ganz Mitteleuropa nach  Sainte-Marie-aux-Mines. Innerhalb kürzester Zeit wurden die bis zu 40 bekannten Erzgänge ausgebeutet. Die Stollen führten in immer weitere Tiefen hinunter. Die Wasserhaltung wurde zum Problem, die tiefen Stollen ertranken im Wasser. Langsam gingen die erschlossenen Vorkommen zur Neige und der Preiszerfall des Silbers führte zum Untergang einer blühenden Industrie.

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