Underground music

Im Juni 2013 bekam die SGTK eine sehr spezielle Anfrage. Dabei ging es um die Suche nach einem Bergwerk welches sich als Drehort für ein Musikvideo der Gruppe „The bianca Story“ eignen würde. Natürlich dachte ich dabei zuerst an das Bergwerk Riedhof. Welches Bergwerk konnte einen beleuchteten und unterirdischen See anbieten.
Postwenden kam dann auf mein Mail auch eine Antwort, äh… wie wäre es mit einem Bergwerk im Raum Basel? Ein Bergwerk im Raum Basel, gross genug, um darin einen Film für ein Musikvideo zu drehen, hmm… Es sollte so gut wie möglich für Materialtransporte mit dem Auto erschlossen und jederzeit offen sein.

Lore SchieneMir kam da nur der Stollen im alten Gipssteinbruch bei Kienberg in den Sinn und vereinbarte einen Termin. War das die richtige Wahl, welche Vorstellungen hatten sich wohl die Filmproduzenten schon gemacht? Bei der Befahrung der alten Stollen stellte sich schnell heraus, dass ich mit meiner Auswahl ins Schwarze getroffen hatte und als wir wieder im Freien waren kam auch schon prompt der nächste Wunsch. Ja hättest Du noch ein paar alte Lampen… so wie früher? Für dieses Problem wusste ich natürlich sofort eine Lösung, der Mann mit der Wunderlampe. Schnell am Handy gerieben und schon ging der Wunsch in Erfüllung. Ganz spontan war Thomas Zollinger bereit uns bei der Lösung des Problems zu helfen und lieferte für den Film die schönsten Stücke aus seiner Sammlung. In der Zwischenzeit ist der Film fertiggestellt und ich war wirklich positiv überrascht von dem Ergebnis.

Link zum Musikvideo „Kickback“ von The bianca Story

Zürcher gewinnt Bergwerk-Lauf

Leipzig/Aeugst A.A.
Champion im Double- wie auch im Triple-Ironman ist er längst, nun konnte Adrian Brennwald aus Aeugst am Albis einen weiteren Triumph verbuchen: Der 38-Jährige siegte am Samstag bei Leipzig (D) am Untertage-Marathon − einem Rennen, das in einem Bergwerk 700 Meter unter dem Boden stattfand. «Ein absolutes Erlebnis», sagte Brennwald. «Ich hätte nie gedacht, dass es so schwierig wird.» Einerseits sei die Luft sehr warm und trocken gewesen. «Zusätzlich lag bis zu 20 Zentimeter Salz auf der steilen Strecke», so der Extremsportler. Trotzdem: Brennwald lief mit einer Glanzzeit von 3:07:34 Stunden ins Ziel − fünf Minuten eher als der Zweitplatzierte
Quelle: 20 Minuten, Montag 18. November 2013

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Weisses Gold – Auf dem Salzweg im Kanton Waadt

Die Entdeckung von Salz war in der West-Schweiz im 15. Jahrhundert eine Sensation. Vorher mussten die Eidgenossen das kostbare weiße Gold importieren. Heute kann man sich auf die Spuren des unterirdischen Schatzes begeben (Deutschlandfunk).

Mit seiner Sendung „Sonntagsspaziergang“ folgte der Deutsche Radiosender Deutschlandfunk den Spuren der Salzgewinnung bei Ollon (VD). Der Weg des Salzes führt über eine Länge von zwölfeinhalb Kilometern von Ollon zu den Salinen von Bévieux in der Nähe von Bex, wo auch heute noch ein Salzbergwerk besichtigt werden kann.

Link zum Beitrag im Sonntagsspaziergang.

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Generalversammlung der SGHB in Bex (VD)

Vorschau Generalversammlung in Bex (VD) und Ollon (VD) vom 5. – 6. Oktober 2013

Das weisse Gold der Schweiz
Die diesjährige Generalversammlung der SGHB ist ganz der Gewinnung von Salz im Amt Aelen gewidmet.
Zu Beginn der Geschichte stand die Entdeckung der Salzquellen im 16 Jh. Salz war zur damaligen Zeit in der Schweiz sehr wertvoll und selten. Schon früh begann man mit dem Nutzen dieser salzhaltigen Quellen.
Zu diesem Zweck wurde das salzhaltige Wasser, die sog. Sohle in Pfannen auf dem Holzfeuer zum Kochen gebracht und so das Wasser verdampft. Dieses Verfahren wurde beinahe 300 Jahre lang angewandt. Ein grosses Problem bei diesem Verfahren war natürlich der enorme Verbrauch an brennbarem Material.

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Workshop „Miniere polimetalliche in età pre- e proto-industriale“

Vom 13. bis 15. September veranstaltet das Museo Civico Alpino «Arnaldo Tazzietti» und dem Zentrum zur Erforschung der Geschichte der Metallurgie, des Italienischen Verbandes der Metallurgie sowie in Zusammenarbeit mit der Universität von Turin einen Workshop in Usseglio.
Weshalb wird in in Usseglio einen Workshop über die industrielle Metallverarbeitung des Mittelalters durchgeführt?
Bei Usseglio, in der Gegend von Punta Corna existieren archäologisch wertvolle Spuren industrieller Metallverarbeitung aus dem Mittelalter und der Neuzeit. Es sind gut erhaltene Gräben von bis zu zehn Meter Tiefe und Breite vorhanden. Diese Gräben sind das Ergebnis eines regen Abbaus von Siderit (Limonit, Goethit). Im Umfeld der Gräben wurden diverse Werkzeuge gefunden, die eine Vorstellung der Bergbautechniken im Mittelalter erlauben, vergleichbar mit dem mittelalterlichen Bergbau in Frankreich, England und Deutschland.

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Workshop im Hochgebirge des Piemont

Ein eisernes Gedächtnis

Im Gebiet von Usseglio gibt es viele vorindustrielle Produktionsstätten. Diese wurden schon vor langer Zeit aufgegeben, doch sie liefern für die Museumspädagogik immer noch sehr nützlich Informationen. Daher veranstaltet das Museo Civico Alpino «Arnaldo Tazzetti» eine Reihe von Workshops für Schüler, Studenten und Jugendliche sowie für Erwachsene und Kulturvereine, die sich traditionellen Produktionsformen widmen, die im Laufe der Jahrhunderte sehr gut dokumentiert worden sind.

Einer der zahlreichen Stollen

Einer der zahlreichen Stollen

 

 

 

 

 

 

 

 

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SASSO SAN GOTTARDO

Wer sind wir?

Wir betreiben in der Sommersaison die Themenwelt SASSO SAN GOTTARDO auf dem Gotthardpass. Sie befindet sich in den Kavernen der ehemaligen Artilleriefestung und beinhaltet die einzigartie Themenwelt zum Thema Nachhaltigkeit und Ressourcen sowie die spektakuläre historische Erlebniswelt „SASSO DA PIGNA“.

Zur Ergänzung unseres Teams suchen wir auf die Sommersaison 2013 noch Mitarbeiter. Vielleicht gibt es unter Ihnen Studenten/Innen (oder andere Interessenten, z. B aus der Höhlenforscher-Szene) , die sich für einen Einsatz unter Tage (die Anlage erstreckt sich über 2,5 km im Berg) begeistern könnten?

Schauen Sie sich Ihren zukünftigen Arbeitsort an: www.sasso-sangottardo.ch

Hier der Link zur Stellenausschreibung, wir freuen uns auf Ihre Bewerbungsunterlagen.

 

Synergie verschiedener Fachbereiche in der Bergwerkforschung

Ich bin in letzter Zeit oft mit der Frage konfrontiert worden, wer Bergwerkforschung richtig betreibt. Das unten stehende Foto von einer Exkursion ins Bergwerk Goppenstein hat mich dazu angeregt, darüber ein paar Zeilen zu schreiben.
Nach dem Veröffentlichen der neuen SGHB Website sind bei mir etliche positive Mails eingegangen. Es fand ein reger Austausch über die Forschung statt, und es wurde beschlossen, gemeinsam eine Exkursion nach Goppenstein zu unternehmen.
Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Wir fanden auf Anhieb den gesuchten Stollen, und jeder kam auf seine fachspezifischen Kosten. An diesem Tag trafen Personen mit unterschiedlichsten Interessen und Fachwissen zusammen, von der Fotografie bis hin zur Erzmineralogie bzw. -mikroskopie. Alle vereint ein gemeinsames grosses Interesse: die Bergwerkforschung.
Es wurde mir bewusst, dass jeder auf seine Weise einen wichtigen Beitrag an diese Forschung leistet. Und all dies verknüpft  durch ein Netzwerk ergibt ein enormes Wissen.

Das Foto ist für mich zum Sinnbild eben dieser Zusammenarbeit geworden.

Foto: Peter Aeberhard (2012)

 

Roger Widmer, 10 September 2012