Pfingst-Montag Exkursion 2014

In den Vogesen haben sich mehrere Bergbau-forschende Vereine in der Fédération Patrimoine Minier zusammengeschlossen. Zum Zeitpunkt der Gründung waren es fünf, während der besten Zeit in den 1980er Jahren vierzehn. Heute Besteht die Fédération Patrimoine Minier aus zwölf Gruppen oder Vereinen. Dieser Zusammenschluss ermöglicht es, dem interessierten Publikum eine Vielzahl an Aktivitäten anzubieten. Dazu gehört die Veröffentlichung diverser Publikationen, der Unterhalt einer Bibliothek, archäologische Grabungen und Ausflüge und Führungen.
Ein beliebter Anlass ist die Pfingst-Montag Exkursion. Dieses Jahr führt der traditionelle Ausflug in das Hochtal von Masevaux . Man folgen den Spuren von Ferdinand von Österreich, der 18. Juli 1527 die Silberminen im Tal von Soultzbach (Elsass) prospektiert hatte. Ein Schwerpunkt dieser Veranstaltung ist die Industriearchäologie, weshalb die CRESAT ( Zentrum für Forschung zur Wirtschaft, Gesellschaft , Kunst und Technologie) an der Universität Haute -Alsace diese Veranstaltung begleitet. Die Überreste einer alten Schmiede bei Oberbruck und des Hochofens aus früher Zeit sind Teil des Ausflug.

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Ehemalige Weissblechfabrik, http://isundgau.over-blog.com

Im Zusammenhang mit dieser Örtlichkeit  wird auch die Problematik der Verschmutzung durch Schwermetalle und industrielle Risiken diskutiert. Ein Kraftwerk zur Erzeugung von elektrischem Strom, aus der Zeit der Energiewende, mit einer 70 Meter langen Druckleitung wird besichtigt und zum Schluss noch ein High Light: ein kleines,  vermutlich mittelalterliches Bergwerk, welches bisher den historischen und archäologischen Untersuchung entgangen war!

Anmeldung an:

Download des Veranstaltungsprogramm pdf-icon

 

 

Unterwegs im Schlaraffenland….

Es war schon seit längerer Zeit eine beschlossenen Sache gewesen, dass Lothar Hoffmann mir einmal die geheimnisvolle Welt des Bergbau am Mont Chemin zeigen wollte. Für mich ein grosser weisser Fleck auf der Landkarte, übte dieser Berg eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Lag es nur am darin verborgenen Magnetit, oder war es die Faszination, bei jedem Schritt und Tritt über irgendwelche Spuren des historischen Bergbau zu stolpern?
Am 25. April 2014 war es soweit, wir hatten unsere Agendas synchronisiert und einen gemeinsamen Termin für unsere schon lange überfällige Exkursion gefunden. Ein grosses Anliegen von Lothar war die Befahrung des Bergwerk bei Vens. Dieses befindet sich in einem gefährlichen Couloir, weshalb er bisher den Abstieg alleine noch nicht gewagt hatte. Ich sollte also meine Kletterausrüstung und Seile mitbringen, damit sein sehnlichster Wunsch, endlich stolzer Besitzer eines Stück Erz aus dieser Mine zu werden, in Erfüllung ging.

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SGHB Exkursion vom 22. März 2014 in die Lägern

Am Samstagmorgen,  bei (noch) leichtem Regen trafen sich 19 Unerschrockene um 10.00 Uhr in Regensberg. Das nasse Wetter würde uns leider noch den ganzen Tag begleiten. Aber alle Teilnehmer waren in bester Stimmung und die liessen wir uns auch nicht durch ein wenig Regen nehmen.

Treffpunkt in Regensberg © Thomas Zollinger

Treffpunkt in Regensberg © Thomas Zollinger

Doris Reber, Geologin der Schweizerischen Geotechnischen Kommission (SGTK) an der ETH Zürich und Patrick Nagy, Archäologe beim Amt für Raumentwicklung des Kanton Zürich eröffneten die Exkursion in Regensberg mit ersten Erklärungen zur Geologie und der Geschichte von Regensberg und der Umgebung. Nach dieser ausführlichen Einleitung ging es bei stärker werdendem Regen entlang der Nordseite der Lägern in Richtung Hochwacht.

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Exkursion vom 22. März 2014

Die Lägern, nur ein Berg…?

Wer schon einmal eine  Wanderung von Baden her über den Felsrücken der Lägern nach Dielsdorf unternommen hat, weiss die vielfältige Natur und die prächtige Aussicht zu schätzen. Im wahrsten Sinne des Wortes eine „Gratwanderung“…. Während im Sommer die Felsen der Südseite von der Sonne gnadenlos aufgeheizt werden, und man durch eine karge mediterrane Vegetation wandert, bleibt es im Schatten auf der Nordseite angenehm kühl und beide „Klimazonen“ nur getrennt durch einen schmalen Grat.  Die Lägern ist ein Ausläufer der Jurakette und besteht vor allem aus Malmkalken, Dogger Formationen und  Gipskeuper  mit der bekannten Gipsgrube bei Ehrendingen.

Silex- und Bohnerzknollen

Silex- und Bohnerzknollen

Während der langen Festlandperiode ab Ende der Jurazeit wurden die Kalkunterlagen stark verkarstet. In den flachen, wannenförmigen oder steilwandigen Vertiefungen (Kessel, Höhlen, Spalten, Schlote), die nicht selten durch Kanäle miteinander verbunden sind, reicherten sich die unlöslichen Verwitterungsrückstände an. Dabei handelt es sich um tonige, braun- bis rot, an den Kontaktzonen zum Kalk bläulich-violett bis grünlichgefärbte Tone (Bolustone), welche oft bis haselnussgrosse Eisenerzkonkretionen (Bohnerz) enthalten. Von noch grösserem Interessen waren an der Lägern die in diesen Tonen mit eingelagerten Silexknollen. Dank diesem Einlagern entgingen sie während der Gebirgsentstehung den tektonischen Beanspruchungen und behielten ihre kompakte Struktur, während dem die Struktur der noch eingewachsenen Knollen durch feine Risse gestört wurde. Somit wurden die im Boluston eingelagerten Silexknollen dank ihrer hervorragenden Qualität zu einer gesuchten Handelsware im Neolithikum. Diese gesuchte Knolle in Steinbrüchen abgebaut und teilweise vor Ort weiterverarbeitet.

An der diesjährigen Exkursion entführen uns Doris Reber von der Schweizerischen Geotechnischen Kommission und Patrick Nagy von der Zürcher Kantonsarchäologie, in eine etwas weiter zurückliegende Zeit des Bergbaus (Tagbau) und den noch heute sichtbaren Spuren an der Lägern.

Wer an der Exkursion interessiert ist und gerne teilnehmen möchte, kann sich unter folgender Adresse anmelden:

 

 

Exkursionsbericht zur SGHB-Jahrestagung 2013 in Bex (VD)

Gips-Steinbruch Le Montet bei Bex (Sa, 5.10.13)
Wegen sehr schlechtem Wetter kann die geplante fakultative Vorexkursion ins unterirdische Schwefelbergwerk von Sublin (Bex, VD) nicht durchgeführt werden. Als Alternative besucht eine Gruppe von 9 Vereinsmitgliedern unter der Leitung von Stefan Ansermet und Nicolas Meisser den Gips-Steinbruch von Le Montet (Bex, VD). Das Gipsvorkommen mit hohem Dolomit-Anteil gehört stratigraphisch zur oberen Trias (Keuper). Dieser Steinbruch ist seit über 100 Jahren in Betrieb. Neben Gips kann in diesem Steinbruch auch Anhydrit und vereinzelt Schwefel gefunden werden.

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Es ging alles so schnell….

Der Tag begann so gut, alles war durchdacht und geplant. Meine Reiseroute sollte mich durch den Kanton Uri ins Berner Oberland bringen und von dort weiter nach Bern. In Bern wollte ich mit Rainer Kündig zusammen einen Vortrag zum Thema „brennende Kohlenflöze“ besuchen.
Aber es kam alles ganz anders als erwartet. Der Morgen verlief ohne grosse Probleme. Während ich mit dem Auto über den Susten fuhr, strahlte mir ein knutsch-blauer Himmel entgegen, was konnte da an einem so schönen Tag noch schief gehen.

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SGHB Exkursionsbericht vom 20. April 2013

Vom Abbau bis zum Endprodukt

Kürze

Kaltnasse Witterung sind auch zu Gast als sich die unentwegten 17 SGHB’ler um neun Uhr vor dem Gipsbergwerk und Gipsmuseum in Schleitheim treffen und alle freuen sich über das vom Zivilschutz zur Verfügung gestellte warme Lokal. Das Ziel der Organisatoren Thomas Zollinger und Hans Peter Stolz in diesem entfernten Ecken der Schweiz und auf historischen Pfaden die Wertschöpfungskette des Naturproduktes Gips zu einem modernen aktuellen Produkt naher zu bringen wurde voll erreicht. Vom Abbau im Bergwerk über die Aufarbeitung (Mühle) zu einem hochwertigen modernen Produkt in der Firma Sto zeigten uns hoch motivierte Führer die bemerkenswerten Leistungen von früher bis heute. Ein bemerkenswert gut gelungenes Experiment für das den Organisatoren Dank gebührt.

                                                  Sepp Böhni

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„Vom Abbau zum Endprodukt“ SGHB Exkursion 2013

Alljährliche Exkursion in der Gegend von Schleitheim
Von der nassen Welt über Tag gings in die weiss-graue Welt des Gipses unter Tag, dann folgte die knarrende Welt der Mühlenräder am rauschenden Bache und zum Schluss die phantastische Welt der Farben. All das erlebt an der Exkursion ins Wutachtal, beim Besuch des Gipsmuseums Schleitheim, der Museumsmühle Stühlingen-Blumegg und der Farben- und Baustoff-Fabrik Sto in Stühlingen.  Bei allen drei Stationen wurden wir herzlich empfangen und kompetent über das jeweilge Thema informiert.  Einmal mehr hat der Bergbau interessante Einblicke  in frühere Zeiten ermöglicht, die Welt der Mühlen wurde zu einem volkskundlichen Bildungsgang werden lassen und zum Schluss erlebten wir die Komplexität der Farben und Baustoffe. Einen herzlichen Dank an die besuchten Institutionen und Organisatoren.

H.P.Schenk

Exkursionsbericht zur SGHB-Jahrestagung 2012 im Turtmanntal (VS)

Nickel-Kobalt-Bergwerk Kaltenberg (Sa, 15.9.12)

Bergwerk Kaltenberg: einsturzgefährdete Gebäudereste. © André Puschnig

Ausgehend von der Alp Chalte Berg (2500 m ü. M.) erreichten etwa 25 Tagungsteilnehmer nach einer leichten horizontalen Wanderung das ehemalige Bergwerk Kaltenberg. Es befindet sich auf der Nordseite des Minugrates. Auffallend sind schon von weitem verschiedene Stollenlöcher auf unterschiedlicher Höhe und die Gebäudereste des Bergwerks, die sich an die steile Felsflanke pressen.

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Exkursion nach Dorénaz vom 5.05.2012

Bei sehr feuchtem Wetter trafen sich die Teilnehmer der diesjährigen Exkursion beim Bahnhof von Vernayaz (VS). Nach einer kurzen Begrüssung und Einführung durch Peter Aeberhard und Roger Widmer, verschoben wir mit den PW’s hinauf zum ca. 1200 m höher gelegenen Plateau von Méreune. Während der Fahrt  wurde das Wetter immer besser, so dass wir mit einer trockene Exkursion rechnen durften (oberflächlich betrachtet). Weiterlesen