GV der SGHB am Mont Chemin 11. – 12. Oktober 2014

Das Programm der diesjährigen GV der SGHB ist nun bekannt und wurde bereits an die Mitglieder der SGHB verschickt.

Samstag, 11. Oktober 2014
Am Morgen findet die Vorexkursion zum Eisenbergwerk Couloir Collaud statt. Die Stollen sind teilweise schwer zugänglich und es wird von den Teilnehmern eine gute Kondition und  höhlenkundliche Erfahrung erfordert.
Am Mittag findet die obligate GV im Hotel Beau-Site in Chefin-Dessus statt, mit den anschliessenden wissenschaftlichen Vorträgen. Am Abend gemeinsames Nachtessen im Hotel Beau-Site.

Sonntag, 12. Oktober 2014
Wir werden gemeinsam unter der Leitung von Stefan Ansermet entlang dem Sentier des Mines die verschiedenen Minen Besichtigen. Dabei treffen wir auf Bergwerke aus den unterschiedlichsten Bergbauepochen, bis hin zu den jüngsten Sondierungen der AuroVallis im Jahr 2013. Beim Hubacherstollen befindet sich ein schöner Picknick-Platz, den wir hoffentlich bei strahlendem Sonnenschein benützen können, ansonsten werden wir das Picknick unter Tag in den Stollen verlegen, der genug Platz für alle bietet, ca. 400 m lang 🙂

Picknick beim Hubacherstollen

Picknick beim Hubacherstollen

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Anmeldung Download  als PDF

 

pdf-icon Programm deutsch Download als PDF

 

pdf-icon Programm französisch Download als PDF

 

Achtung!!! Das in der Anmeldung angegebene Hotel ist zur fraglichen Zeit leider ausgebucht. Auch in Martigny ist es schwierig noch ein Zimmer zu bekommen (Ferienzeit). Bitte schauen Sie sich auch in der näheren Umgebung nach geeigneten Hotels um, wir bitten um Ihr Verständnis.

GV 2014

Vom 11. – 12. Oktober 2014 findet die diesjährige GV der SGHB statt. Austragungsort ist der Mont Chemin mit seinen zahlreichen bekannten Abbaustellen, wie z.B. beim Col des Planches, Chez Larzes, Tête des Econduits und dem Couloir Collaud. Der Mont Chemin ist neben einem Bergbauparadies auch ein beliebtes Naherholungsgebiet mit schönen Wanderwegen und Picknickplätzen (sentier-des-mines).
Einen kleinen Einblick in die Bergbauregion am Mont Chemin gewährt dem Interessierten auch auch der Artikel im Blogg «Unterwegs im Schlaraffenland». Sobald wir nähere Details zum Programm erhalten, werden wir Sie darüber unterrichten.

 

21. Tag des Denkmals vom 13. / 14. September 2014

Was sind die Europäischen Tage des Denkmals?

Ziel der Europäischen Tage des Denkmals ist es, bei einem breiten Publikum das Interesse an unseren Kulturgütern und deren Erhaltung zu wecken. An rund 300 Orten in der ganzen Schweiz sind jeweils am 2. Wochenende im September Interessierte zu Führungen, Atelier- und Baustellenbesichtigungen, Exkursionen sowie vielen weiteren Veranstaltungen eingeladen.

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Zu diesem Anlass bietet die Association Cum Grano Salis geführte Exkursionen an. «Ein Wochenende voller Salz, dass Sie begeistern wird…» Die im Stile der damaligen Epoche verkleideten Führer werden sie mit viel «Charme» und Humor in die fesselnde Geschichte des Salzes entführen.

Nähere Informationen unter: sentier du sel

Exkursion zum Bergwerk von Chamoson

Am Samstag 30. August 2014 findet eine zweite Exkursion der SGHB statt. Bei hoffentlich gutem Wetter führt uns dieser Anlass ins sonnige Wallis, auf eine Höhe von ca. 2000 m ü. M. Das Bergwerk, welchem unser Interessen gilt, befindet sich in den Bergen der Morcles-Decke, in welcher ein paar der schönsten Falten der Alpen zu sehen sind. Das Bergwerk liegt hoch über dem Dorf Chamoson, nach dem der 1820 entdeckte Chamosit benannt wurde (gehört neben anderen zu den Mineralien, die auch auf dem Mars entdeckt wurden).

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cantine et dortoir © swisstopo InfoGeol Nr. 7172

Nach der Entdeckung der eisenhaltigen Oolithe wurde das Erz für die Eisenhütten von Ardon im Tagbau abgebaut.  Nachdem der Betrieb einige Zeit geruht hatte, wurde im Jahr 1941 die Gesellschaft „Mines de Fer de Chamoson SA“ gegründet, mit dem Ziel, die Lagerstätte erneut abzubauen. Leider wiederholt sich die Geschichte immer wieder von neuem und so wurde im Jahr 1942 mit den Aus- und Vorrichtungsarbeiten und mit dem Bau von kostspieligen Installationen begonnen. Obwohl schon in älteren geologischen Gutachten erwähnt wurde, dass die Lagerstätten örtlich stark begrenzt und tektonisch gestört seinen, wurden diese Anlagen in viel zu grossem Umfang erbaut. Bereits im Sommer 1943 mussten die Arbeiten infolge finanzieller Schwierigkeiten wieder eingestellt werden und zu einem eigentlichen Abbau der Eisenerze war es nie gekommen.

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Aufbereitungsanlage © swisstopo InfoGeol Nr. 7172

 

Mit unserer Exkursion möchten wir die verbliebenen Spuren dieses schicksalhaften Bergbauversuches in den Bergen von Chamoson erforschen. Auf den ersten Blick ist nicht mehr viel zu erkennen, doch bei näherer Betrachtung kann man noch heute im Gelände versteckte Spuren einer längst vergangenen Bergbautätigkeit entdecken. Und auch wenn von den drei Stollen nur noch einer begehbar ist, der Blick auf die eindrücklichen Falten der Morcles-Decke lässt diese Tatsache schnell verblassen.

Wer an der Exkursion interessiert ist und gerne teilnehmen möchte, kann sich unter folgender Adresse anmelden: 

Sur les pas des Mineurs

Auf den Spuren der Mineure, Donnerstag, 24. Juli 2014

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Une randonnée ludique pour toute la famille sur les traces des mineurs du 16e siècle…
Salamandres et chauves-souris vous emmèneront à la découverte de 1000 ans d’exploitation minière en Val d’Argent.
Sur le chemin, de nombreux bénévoles du chantier archéologique de l’ASEPAM vous permettront, au travers d’ateliers ludiques et pédagogiques ainsi que de la visite de la mine d’argent St Louis Eisenthür,
de retracer l’Histoire des mines d’Argent des Seigneurs de Ribeaupierre.
Au programme, divers ateliers et animations tels que:
le lavage du minerais, initiation a l’archéologie minière, contes et légendes autour de la mine, le jeu du mineur, reconstitutions dans la mine, etc.

Ein interessanter Ausflug für die ganze Familie auf den Spuren der Bergleute im 16. Jahrhundert … entdecke die Spuren von 1000 Jahren Bergbau im Val d’Argent.
Viele Freiwillige der archäologischen Gesellschaft ASEPAM bieten unterhaltsame und lehrreiche Workshops sowie einen Besuch der Silbermine Louis St Eisenthür an, um die Geschichte des Silberbergbau der Herren von Ribeaupierre entdecken.
Zum Programm gehören, verschiedenen Workshops und Aktivitäten wie:

Erzwaschen, Einführung in die Montanarchäologie, Geschichten und Legenden rund um die Minen, etc..

Nähere Informationen mit diesem Link.

17. Internationaler Bergbau & Montanhistorik Workshop 2014

Auch dieses Jahr findet ein internationaler Bergbau & Montanhistorik Workshop vom 1. bis 5. Oktober 2014 statt. Veranstalter des diesjährigen Workshops ist die Grubenarchäologische Gesellschaft Freudenstein e. V. Freiberg. Ein abwechslungsreich gestaltetes Programm, bietet für alle Bergbaufreunde eine grosse Anzahl an interessanten Vorträgen und Exkursionen. Wobei gerade bei den Exkursionen schon einige ausgebucht sind. Es lohnt sich also, sich so schnell wie möglich anzumelden: www.montanhistorik.de/workshop-2014

pdf-iconDownload des prov. Programm.

Nachdem in Christiansdorf (Vorläufersiedlung von Freiberg) Silber gefunden wurde, liess Markgraf OTO von Meissen 1168 eine Burg zum Schutz des Bergbau erreichten. Ein Neubau im Stil der Renaissance erfolgte in den Jahren 1566 bis 1577. Während des siebenjährigen Krieg wurde die Inneneinrichtung des Schlosses total zerstört. Mit dem zweiten Aufbau des Schlosses erfolgte gleichzeitig eine Umnutzung zum Magazin. Dabei wurden aber einschneidende Änderung in der Baustruktur vorgenommen. Ab 1800 wurde das Schloss zum Bergmagazin umfunktioniert.

Die Errichtung von Bergmagazinen im Kurfürstentum und Königreich Sachsen erfolgte verstärkt ab 1806 auf Anregung der Oberberghauptmanns Friedrich Wilhelm Heinrich von Trebra. Angesichts der großen Hungersnöte, die sich im oberen Erzgebirge am Ende des 18. Jahrhunderts aufgrund mehrerer Missernten häuften, empfahl Trebra den Bau von mehrstöckigen, steinernen Magazingebäuden, in denen nach der Ernte Getreide deponiert und über mehrere Monate oder sogar Jahre gelagert werden konnte.
Quelle: wikipedia

Nach diversen unterschiedlichen Verwendungszwecken wurde das Schloss schliesslich  von 1980 bis 1990 im Stil der Renaissance rekonstruiert. Heute ist im Kirchenflügel das historische Bergarchiv untergebracht und im angrenzenden „Langen Haus“ wurde die Ausstellung „terra minaria“ untergebracht.

Seit dem 20. Oktober 2008 präsentiert die Dauerausstellung „terra mineralia“ im Langen Haus eine private Schweizer Mineraliensammlung. Diese weltweit größte private Sammlung besteht aus etwa 80.000 Mineralienstufen, vorwiegend Kabinettstücke, wovon ein Teil auf einer Ausstellungsfläche von rund 1.500 m² dargeboten wird. Sie wurde im Jahr 2004 als Dauerleihgabe der von Erika Pohl-Ströher errichteten Pohl-Ströher-Mineralienstiftung der TU Bergakademie Freiberg zur Verfügung gestellt. Neben der Ausstellung sollen Erlebnis- und Informationsbereiche in die Welt der Mineralien einführen.
Quelle: wikipedia

Veröffentlicht unter Agenda

Pfingst-Montag Exkursion 2014

In den Vogesen haben sich mehrere Bergbau-forschende Vereine in der Fédération Patrimoine Minier zusammengeschlossen. Zum Zeitpunkt der Gründung waren es fünf, während der besten Zeit in den 1980er Jahren vierzehn. Heute Besteht die Fédération Patrimoine Minier aus zwölf Gruppen oder Vereinen. Dieser Zusammenschluss ermöglicht es, dem interessierten Publikum eine Vielzahl an Aktivitäten anzubieten. Dazu gehört die Veröffentlichung diverser Publikationen, der Unterhalt einer Bibliothek, archäologische Grabungen und Ausflüge und Führungen.
Ein beliebter Anlass ist die Pfingst-Montag Exkursion. Dieses Jahr führt der traditionelle Ausflug in das Hochtal von Masevaux . Man folgen den Spuren von Ferdinand von Österreich, der 18. Juli 1527 die Silberminen im Tal von Soultzbach (Elsass) prospektiert hatte. Ein Schwerpunkt dieser Veranstaltung ist die Industriearchäologie, weshalb die CRESAT ( Zentrum für Forschung zur Wirtschaft, Gesellschaft , Kunst und Technologie) an der Universität Haute -Alsace diese Veranstaltung begleitet. Die Überreste einer alten Schmiede bei Oberbruck und des Hochofens aus früher Zeit sind Teil des Ausflug.

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Ehemalige Weissblechfabrik, http://isundgau.over-blog.com

Im Zusammenhang mit dieser Örtlichkeit  wird auch die Problematik der Verschmutzung durch Schwermetalle und industrielle Risiken diskutiert. Ein Kraftwerk zur Erzeugung von elektrischem Strom, aus der Zeit der Energiewende, mit einer 70 Meter langen Druckleitung wird besichtigt und zum Schluss noch ein High Light: ein kleines,  vermutlich mittelalterliches Bergwerk, welches bisher den historischen und archäologischen Untersuchung entgangen war!

Anmeldung an:

Download des Veranstaltungsprogramm pdf-icon

 

 

Veröffentlicht unter Agenda

10. /11. Mai 2014, Historische Bergbauveranstaltung in Ste-Marie-aux-Mines

Silbergeschrei

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Ste-Marie-aux-Mines © Hans Peter Stolz

Im Herzen der Vogesen trifft man im Tal von Sainte-Marie-aux-Mines auf ein ungewöhnlich reiches Vorkommen mit nicht weniger als 150 Mineralarten. Man fand in den Bergwerken die silberhaltigsten Erze des Landes. Schon sehr früh wussten die Menschen um diese reichhaltigen Vorkommen und begannen sie abzubauen. Archäologische Funde aus dem 10. Jahrhundert belegen die erste Abbauperiode in dieser frühen Zeit. Kriege und die Rezession des späten Mittelalter wirkten sich negativ auf den aufblühenden Bergbau aus, so dass dieser zu stagnieren begann.

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Stollen im Besucherbergwerk © Hans Peter Stolz

Zu Beginn des 16. Jahrhundert erwachte der Bergbau von neuem. Das „Silbergeschrei“ erhalte durchs ganze Land, die Wiederentdeckung lockte bis zu 3000 Bergleute aus ganz Mitteleuropa nach  Sainte-Marie-aux-Mines. Innerhalb kürzester Zeit wurden die bis zu 40 bekannten Erzgänge ausgebeutet. Die Stollen führten in immer weitere Tiefen hinunter. Die Wasserhaltung wurde zum Problem, die tiefen Stollen ertranken im Wasser. Langsam gingen die erschlossenen Vorkommen zur Neige und der Preiszerfall des Silbers führte zum Untergang einer blühenden Industrie.

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Exkursion vom 22. März 2014

Die Lägern, nur ein Berg…?

Wer schon einmal eine  Wanderung von Baden her über den Felsrücken der Lägern nach Dielsdorf unternommen hat, weiss die vielfältige Natur und die prächtige Aussicht zu schätzen. Im wahrsten Sinne des Wortes eine „Gratwanderung“…. Während im Sommer die Felsen der Südseite von der Sonne gnadenlos aufgeheizt werden, und man durch eine karge mediterrane Vegetation wandert, bleibt es im Schatten auf der Nordseite angenehm kühl und beide „Klimazonen“ nur getrennt durch einen schmalen Grat.  Die Lägern ist ein Ausläufer der Jurakette und besteht vor allem aus Malmkalken, Dogger Formationen und  Gipskeuper  mit der bekannten Gipsgrube bei Ehrendingen.

Silex- und Bohnerzknollen

Silex- und Bohnerzknollen

Während der langen Festlandperiode ab Ende der Jurazeit wurden die Kalkunterlagen stark verkarstet. In den flachen, wannenförmigen oder steilwandigen Vertiefungen (Kessel, Höhlen, Spalten, Schlote), die nicht selten durch Kanäle miteinander verbunden sind, reicherten sich die unlöslichen Verwitterungsrückstände an. Dabei handelt es sich um tonige, braun- bis rot, an den Kontaktzonen zum Kalk bläulich-violett bis grünlichgefärbte Tone (Bolustone), welche oft bis haselnussgrosse Eisenerzkonkretionen (Bohnerz) enthalten. Von noch grösserem Interessen waren an der Lägern die in diesen Tonen mit eingelagerten Silexknollen. Dank diesem Einlagern entgingen sie während der Gebirgsentstehung den tektonischen Beanspruchungen und behielten ihre kompakte Struktur, während dem die Struktur der noch eingewachsenen Knollen durch feine Risse gestört wurde. Somit wurden die im Boluston eingelagerten Silexknollen dank ihrer hervorragenden Qualität zu einer gesuchten Handelsware im Neolithikum. Diese gesuchte Knolle in Steinbrüchen abgebaut und teilweise vor Ort weiterverarbeitet.

An der diesjährigen Exkursion entführen uns Doris Reber von der Schweizerischen Geotechnischen Kommission und Patrick Nagy von der Zürcher Kantonsarchäologie, in eine etwas weiter zurückliegende Zeit des Bergbaus (Tagbau) und den noch heute sichtbaren Spuren an der Lägern.

Wer an der Exkursion interessiert ist und gerne teilnehmen möchte, kann sich unter folgender Adresse anmelden:

 

 

Generalversammlung der SGHB in Bex (VD)

Vorschau Generalversammlung in Bex (VD) und Ollon (VD) vom 5. – 6. Oktober 2013

Das weisse Gold der Schweiz
Die diesjährige Generalversammlung der SGHB ist ganz der Gewinnung von Salz im Amt Aelen gewidmet.
Zu Beginn der Geschichte stand die Entdeckung der Salzquellen im 16 Jh. Salz war zur damaligen Zeit in der Schweiz sehr wertvoll und selten. Schon früh begann man mit dem Nutzen dieser salzhaltigen Quellen.
Zu diesem Zweck wurde das salzhaltige Wasser, die sog. Sohle in Pfannen auf dem Holzfeuer zum Kochen gebracht und so das Wasser verdampft. Dieses Verfahren wurde beinahe 300 Jahre lang angewandt. Ein grosses Problem bei diesem Verfahren war natürlich der enorme Verbrauch an brennbarem Material.

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