Erdöl im Gönert bei Aarau

Der Gönhardsandstein bildet mit seiner Mächtigkeit von 70 bis ca. 100 m den Rücken des Gönert, einem Flachen Hügelzug im Süden der Stadt Aarau.  Ein grauer, gelblicher bis grünlicher, vorwiegend weicher und feinkörniger Sandstein. Stellenweise ist der Sandstein mit kalkigen Erhärtungen in Form von Bänken und Knauern durchzogen und weist häufig verworrenen Diagonalschichtungen auf. Der Sandstein enthält viele kalkige Körner, braust stark mit verdünnter Salzsäure, obwohl er nur sehr schwach zementiert ist.
In seinem unteren Teil ist er mit Erdölrückständen imprägniert. Der Sandstein erhält durch die Imprägnierung mit Erdöl eine schockoladenbraune Farbe und riecht leicht wie ein alter LKW.

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Piccolo Museo

Ich wurde in letzter Zeit oft angefragt, wie es mit dem Piccolo Museo nach dem Tod von Beppe Zanetti weitergehe. Nun führten mich die ersten Vorbereitungen für die GV 2016 ins Tessin und diesen Anlass wollte ich auch dazu nutzen, einen «piccolo» Blick ins Museo  von Beppe zu werfen.
Roland Bandi war so freundlich und nahm sich die Zeit für eine private Führung durch das Piccolo Museo. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen erreichten wir die engen Gassen von Sessa. Das erste was ich an diesem Tag lehrte, es gibt in Sessa ein weiteres Museum mit dem Namen «Piccolo Museo».  Aber aufgepasst, da besteht nicht nur im Namen «Piccolo Museo Sessa» ein «piccolo» Unterschied, er besteht auch beim Thema der Sammlung, welche wenig mit dem Bergbau des Malcantone gemeinsam hat.
Für mich war der Besuch im Museo eine Premiere. Natürlich hatte ich schon viel von dem kleinen Museum gehört, hatte ja auch schon Artikel von Beppe im Minaria gesetzt, aber was sich da in den engen Räumen für eine Fundgrube auftat, dass hätte ich mir bei weitem nicht vorstellen können.
Schon von weitem sehe ich das frisch angebrachte Werbebanner an der Fassade des WerbebannerPiccolo Museo. Eine grosse schwarz/weiss Fotografie mit Bergleuten vor dem Mundloch des Bergwerkes Costa. Dann stehe ich vor dem Museo… bereits von aussen fällt einem auf, wie «piccolo» das Museo daherkommt. Aber es fällt einem noch etwas weiteres auf! Da wird an der Instandhaltung des Gebäudes gearbeitet, es wird Investiert. Am Dachrand funkeln uns im warmen Sonnenschein kupferfarbig die frisch montierten Dachrinnen entgegen und auch die Abläufe sind frisch ersetzt worden. Man sieht, da ist jemand stark darum bemüht, das Piccolo Museo in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.
Nachdem uns Roland die Tür geöffnet hat und jeder von uns ein Ticket für den Eintritt ins Museo erhalten hatte, fällt mir auch im Innern des Museo auf, dass hier gearbeitet wird. An einigen Stellen stehen Spriesse, das Mauerwerk wird ausgebessert… es wird aktiv am DachrinneErhalt des Museo gearbeitet. Wie Roland uns erklärt, bietet er, leider noch nicht ganz offiziell Führungen durchs Museo an. Es ist auch das Ziel von Luana Zanetti, das Piccolo Museo in absehbarer Zeit wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Aber dies bedeutet auch, dass zuvor noch einige Arbeiten zu erledigen sind.

Ich möchte dem Leser mit den Fotos in der Fotogalerie einen kleinen Einblick in den grossartigen Fundus des Piccolo Museo’s vermitteln und wünsche Luana Zanetti viel Glück beim Erhalten des Vermächtnis von Beppe Zanetti.

Roger Widmer im Februar 2016

 

 

Es ist noch viel zu tun….

Im Bergwerk Herznach herrscht ein emsiges Treiben unter Tage. Den der Verein Eisen und Bergwerke kurz VEB genannt, hat sich ein hoches Ziel gesetzt. Bis zum Bergwerksfest am 3./4. September 2016 wollen sie ein Teilstück des Hauptstollens für die Öffentlichkeit befahrbar machen. Mehr erfährt der Interessierte im Newsletter Nr. 3 vom Januar 2016.

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Ein neues Besucherbergwerk im Malcantone

Der L’Associazione Acqua Fregia ist es gelungen, die nötigen Bewilligungen zu erhalten, um die alte Goldmine in Costa di Sessa für touristische Ziele auszubauen. Das Projekt «Goldmine» geht nun in die Umsetzungsphase. Kantonale- sowie kommunale Behörden haben grünes Licht für die kommenden Arbeiten und einer finanziellen Unterstützung gegeben.
Zum Start der geplanten Arbeiten wurde eine sehr interessante Webseite eingerichtet, wo die bereits erfolgten Arbeiten verfolgt werden können.

Wir wünschen den vielen freiwilligen Helfern viel Glück und ein gutes Gelingen bei den oft sehr aufwändigen und mühevollen Arbeiten unter Tage.

www.minieradoro.ch

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Montafoner Zeitmaschine

Liebe SGHB Mitglieder

Es liegen zwei ereignisreichen Tagen im halbverschneiten Montafon und seinen fröhlichen Menschen hinter uns. Wir haben eine wundervolle Landschaft kennengelernt, welche durch einen alten und langanhaltenden Bergbau stark geprägt wurde. Noch viele Geheimnisse sind in den unzähligen, heute aber überwachsenen Halden und den sich dahinter befindenden Stollen versteckt. Einige Erkenntnisse der seit längerer Zeit durchgeführten Grabungen waren Themen unserer Geländebegehung bzw. der Vorträge am Abend.
Als Folge dieser archäologischen Grabungen wird am 9. November 2015 ein Buch zu den verschiedensten Forschungsbereichen, die neue Erkenntnisse zum prähistorischen Bergbau im Montafon beitragen, veröffentlicht. Die populärwissenschaftliche Dokumentation von 15 Jahren archäologischer Forschung wurde realisiert von der Goethe-Universität Frankfurt und der Gemeinde Bartholomäberg im Montafon. Fundiertes Wissen zum alten Bergbau und der Kulturlandschaft Bartholomäberg auf neustem Stand!

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Thomas Zollinger (privat öfters im Montafon anzutreffen) hat sich bereiterklärt, für uns dieses sicher interessante Buch direkt in die Schweiz zu bringen.

Der Preis beläuft sich auf 19.80 Euro (ca. Fr. 22.00). Dazu kommen Porto und Verpackung, hier muss mit max. Fr. 8.00 gerechnet werden. Zahlung per Einzahlungsschein in CHF.

Wer Interesse an diesem Buch zu diesen Konditionen hat, kann sich via Email bei mir schenk.stammen@bluewin.ch mit seiner Adresse melden.

Das Angebot gilt bis spätestens am 30. November 2015.

Jahresversammlung der SGHB in Bartholomäberg, Montafon (Ö) vom 16. bis 18. Oktober 2015

Freitag, 16. Oktober 2015

Vorexkursion

Bei spätherbstlichen Wetterbedingungen treffen sich 16 Personen unter der Leitung von Rainer Kündig und Martin Vallaster (Bartholomäberg) zu einer Besichtigung des Barbarastollens beim Weiler Knappagruaba nordöstlich und oberhalb des Dorfes Bartholomäberg.

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Schon eher winterlich …..

Unter kundiger Führung von Erich Fritz (Bartholomäberg) befahren zwei Gruppen den ca. 70 m langen Stollen. Die Schrämmspuren und der Querschnitt des Stollens (alle Teilnehmer bewegen sich in gebückter Haltung) sind Zeugnisse der erschwerten Arbeit von Bergleuten im Mittelalter. Eine grosse Halde vor dem Stolleneingang weist auf den umfangreichen Aushub hin. Neben dem Mundloch steht noch eine spätmittelalterliche Bergknappenhütte, die einen guten Eindruck der Lebensweise der Bergknappen in dieser Epoche gibt.

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Exkursion zur Mürtschenalp

Bei schönstem Wetter trafen wir uns auf dem Parkplatz bei Näfels. Da Parkplätze im Murgtal rar sind, fuhren wir von hier aus mit so wenigen Fahrzeugen wie nur möglich weiter. Beim Parkplatz im Murgtal angekommen zeigte es sich schnell, dass es sich gelohnt hatte ein wenig enger zusammen zu rücken, waren die Parkplätze schon so gut wie voll.
Der Aufstieg hinauf zum Bergwerk wurde in mehreren Etappen  in Angriff genommen: Gspon – Unter Mürtschen – Murgegg – Erzbett. Unser Führer Urs Sandfuchs führte uns souverän hinauf durchs schöne Gspontal und erklärte uns die Geologie, erzählte vom vergangenen Bergbau und wusste auch sonst viel interessantes zu berichten. Im nu lag der beschwerliche Aufstieg hinter uns.

Gspontal

Blick ins Gspontal

Während die einen beim Erzbett ihre Bedürfnisse aus dem Rucksack stillten, begannen die anderen die Schutthalde nach möglichen Schätzen zu durchsuchen. Es war interessant zu sehen wo die Leute ihre Prioritäten gesetzt hatten 🙂 Frisch gestärkt ging es nun horizontal weiter hinüber zur Hauptgrube, wo wir noch eine Gruppe von Geocachern, oder so…. antrafen. Beim Austausch im Gespräch mit ihnen stellte es sich heraus, dass in den Stollen der Hauptgrube ein solcher Geocache, ein Behälter mit Logbuch versteckt ist.
Unter sachkundiger Führung von Urs Sandfuchs stiegen wir in die dunklen Stollen der Hauptgrube ein. Wir durften verwinkelte Gänge, lustig spritzende Quellen, ersoffene Gesenke und schöne Versatzarbeiten entdecken. Die Stollen waren gut erhalten und teilweise war ihr Profil erstaunlich geräumig!
Beim Abstieg war für uns alle klar, wieder einmal durften wir zusammen bei schönstem Wetter einen spannenden und abenteuerlichen Tag erleben.

Schutzhütte mit Bahnstation

Links Reste der alten Seilbahnstation, Mitte Schutzhütte, rechts neue Bergstation

Das Handout zu dieser Exkursion kann als PDF herunter geladen werden. Die Angaben zur Uranparagenese der Mürtschenalp sind nicht verbindlich. Es war dem Autor in der kurzen Zeit leider nicht möglich, die komplexe Genese aufzuarbeiten. Die ihm zur Verfügung gestandenen Unterlagen entsprachen leider nicht mehr dem neusten Stand der Geologie. Es sollte aber diesen Winter eine kleine Überarbeitung Uranparagenese der Mürtschenalp erscheinen.

pdf-iconHandout zum downloaden

 

 

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Überraschung am Ufer des Rheins

Im Vorfeld des Montanhistorik Workshops wollten Luisa, Sepp und ich das Bergwerk Sul IMG_3687Rhein befahren um zu schauen, ob für die kommenden Führungen alles i. O. ist. Für mich war es eine «Premiere», hatte ich nur immer in Luisas Blog von diesem Bergwerk gelesen. Man macht sich so seine eigenen Gedanken darüber, was einem da erwarten soll, in diesem Fall ging ich von ein paar Meter Stollen aus, denn schliesslich hiess es im Fehlmann von 1919:  «… auf je 5 m Länge mit Stollen verfolgt.». Und das ganze gleich am Ufer des Rheins, na ja….
Bei schönstem Wetter trafen wir uns um 10:00 Uhr beim Bahnhof von Rueun. Luisa wollte ursprünglich erst um 13:00 Uhr beginnen, aber da ich nichts grossartiges erwartete, dachte ich, wir könnten nach dem kleinen Abstecher in den Untergrund noch ein weiteres Bergwerk befahren. Doch es kam alles ganz anders als IMG_3690erwartet, bereits das Mundloch war so faszinierend, dass ich nicht aus dem Staunen kam. Die stark verschieferten Sandsteine und sandigen Phyllite waren bei der Absetzung der Erze durch die zirkulierenden Fluide alteriert worden. Durch diese Veränderungen verwittert nun das Gestein in den Zonen des Erzganges und es entstehen Strukturen die einen an Holz erinnern. Und im Stollen folgte bereits nach wenigen Metern die nächste Überraschung. Die Reste eines Abbau in die Tiefe, vermutlich im Stross-Verfahren ausgeführt zogen mich in seinen Bann, aber vor allem der Anblick, wie er im klaren Wasser in die Tiefe hinunter weiterführte. Wir folgten dem Hauptstollen weiter in den Berg hinein und schon bald tat sich mir ein kleines Labyrinth von Seiten- Parallel- und Querstollen auf. Überall fanden sich Details wie z. B. schöne Versatzarbeiten, fotogene Überreste früherer Befahrungen, Fledermausspuren und Erzgänge. Nach einer kleinen Ewigkeit kamen wir um 14:00 Uhr hungrig wieder über Tage. Ich war total begeistert von den «5 Meter Stollen» und war glücklich, dass es immer wieder schöne Überraschungen unter Tage zu erleben gibt.

Roger Widmer, an einem Sonntag im Oktober 2015

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BodenSchätzeWerte

 

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Wussten Sie,…

… dass das Recycling von Aluminium bis zu 95 Prozent weniger Energie benötigt als sein Erstabbau in der Mine?

… dass der Mensch im Leben 1000 Tonnen mineralische Rohstoffe verbraucht? Dies entspricht dem Gewicht von 250 Elefanten.

Wenn Sie noch mehr solche spannenden Informationen zu den Rohstoffen fürs Leben erhalten möchten, dann besuchen Sie die Sonderausstellung von focusTerra an der ETH Zürich vom 24. August 2015 bis 28. Februar 2016. Die Ausstellung «Boden Schätze Werte» informiert über die Entstehung, den Abbau und die Nutzung von mineralischen Rohstoffen – und unseren Umgang damit, wenn wir ein Produkt nicht mehr brauchen.

focusTerra –  ETH Zürich – Sonnegstrasse 5

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