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Zeitschrift der Schweizerischen Gesellschaft für Historische
Bergbauforschung
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Inhaltsverzeichnis Minaria Nr 25a/2005
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Das im Entstehen begriffene «Historische Lexikon der Schweiz» steht in der Tradition seiner Vorläufer. Seit dem 17. Jahrhundert sind Versuche unternommen worden, das Wissen über die Geschichte der Schweiz in einer Enzyklopädie zusammenzustellen und einer breiten Leserschaft zugänglich zu machen (Johann Jacob Hoffmann: Lexicon universale, 1677–1683; Johann Rudolf von Waldkirch: Gründliche Einleitung zu der eydgenossischen Bunds- und Staats-Historie, 1721; Hans Jacob Leu: Allgemeines helvetisches, eydgenössisches oder schweizerisches Lexikon, 1747–1765; Hans Jacob Holzhalb: Supplement zum allgemeinen helvetisch-eidgenössischen Lexicon Herrn Bürgermeisters Leu, 1786–1795; Victor Attinger: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, 1921–1934). Nach mehreren Anläufen wurde schliesslich gegen Ende des 20. Jahrhunderts unter dem Patronat der Schweizerischen Akademie der Geisteswissenschaften und der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte das Wagnis einer neuen Enzyklopädie zur Schweizer Geschichte lanciert und 1988 die Stiftung Historisches Lexikon der Schweiz (HLS) errichtet. Ihre Aufgabe ist die Herausgabe eines neuen Lexikons, das den Erkenntnissen der aktuellen Geschichtsforschung in einer dem breiten Publikum verständlichen Darstellung Rechnung trägt. Die Finanzierung ist im Rahmen des Forschungsgesetzes durch den Bund gesichert. Als Teil dieses historischen Wissen werden auch Themen und Fakten, die die historische Bergbauforschung betreffen verstanden und behandelt. Auch wenn das Projekt HLS erst zu einem Viertel im Druck erschienen ist, so findet der Bergbau-Interessierte schon heute eine Vielzahl von Beiträgen und Informationen, sei es in den gedruckten Bänden oder im Internet.
Seit seiner Publikation im Jahr 2000 hat sich der «Atlas der Schweiz - interaktiv» national und international als Spitzenprodukt der Schweizer Kartographie etabliert. Im November 2004 wurde nun die neueste Version des Atlas herausgegeben. Mit seiner zweiten interaktiven Version setzt er einen weiteren Meilenstein in der Kartografie.Er wurde komplett überarbeitet, von ursprünglich 250 auf über 1000 Kartenthemen ausgebaut und ist viersprachig gehalten. Die interne Programmstruktur und die grafische Benutzerschnittstelle wurden am Institut für Kartographie der ETH Zürich konzipiert und speziell für diesen Atlas entwickelt. Es war bereits spannend, in der ersten Version des Atlas durch das Land zu surfen und Themen und Hintergründe aufzuspüren. Nun wurden die bestehenden Themen ausgebaut und ein neuer Bereich «Natur und Umwelt» eingefügt. Mehr als 100 Amtsstellen, Forschungsinstitute und private Organisationen lieferten Daten, Kartengrundlagen oder multimediales Begleitmaterial. Im 2D-Karten-Teil wurden eine Fülle interessanter Daten zu Wetter und Klima, Geologie und Rohstoffe, Böden, Wasser, Eis und Schnee, Landschaft, Flora sowie Fauna integriert. Der 3D-Teil zeigt Panoramen und Blockbilder aus frei wählbaren Blickwinkeln, die mit verschiedenen Themen überlagert sind. Zudem lassen sich Vergleiche zwischen den Kartenthemen anstellen und Zusatzinformationen in Text, Bild und Tönen abrufen. Die 2D- und 3D-Karten lassen sich auf vielfältige, aber dennoch einfache Weise analysieren und kombinieren, nach eigenen Ideen gestalten, speichern, exportieren und ausdrucken. So bieten sich tausend Möglichkeiten, verschiedenste Aspekte und Ansichten der Schweiz zu erforschen und die Informationen zu nutzen. Die Schweizerische Geotechnische Kommission (SGTK) hat für das Modul «Natur und Umwelt» Ebenen zu den Themen geologischer Untergrund (Lithologie) und mineralische Rohstoffe beigetragen. Dank einem finanziellen «Zustupf» durch SGHB konnte die SGTK zusätzliche Daten zu den Vererzungen in der Schweiz homogenisieren und vervollständigen und in einer gesamtschweizerischen Übersicht integrieren. Dafür wurde Daten aus dem Rohstoffinventar der Schweiz verwendet. Für die Gebiete «Tessin-Uri» und «Wallis-Berner Oberland» wurden sie vollständig übernommen, für «Graubünden», das erst teilweise vorliegt, wurden sie mit bibliographischen Daten verschiedener Herkunft ergänzt.
Eine Anfrage des Speleo Secuors Region 7 (Höhlenrettung), wie es denn eigentlich um Sicherheit und um mögliche Rettungsszenarien in der Bergwerksforschung stehe, und ob von der der SGHB aus allenfalls Interesse an einer gemeinsamen Übung bestehe, löste eine längst fällige Diskussion zum Thema aus sowie zu den Möglichkeiten, Infrastrukturen und Schnittstellen unter Speläologen, Bergwerksforschern, Bergrettungsdiensten (SAC und Rega). Bald war die Idee eines Workshops gereift und in S-charl boten sich mit dem Bergwerk am Mot Madlain und der Infrastruktur im Dorf ideale Bedingungen für diesen Anlass. Neben der Speleo Secours Gruppe Ostschweiz unter der Leitung von Yvo Weidmann, der lokalen SAC-Rettungsgruppe im Unterengadin und Vertretern der «Miniers da S-charl» nahmen am Anlass vom 18./19. Juni von der SGHB die Mitglieder Peter Aeberhard, Ueli Wenger und Rainer Kündug teil, letzterer auch in Vertretung der Schweizerischen Geotechnischen Kommission. In einem ersten theoretischen Teil wurden die Strukturen und Möglichkeiten der Kooperation unter den verschiedenen Interessengruppen aufgezeigt. Hier zeigte sich, dass sehr viel Kenntnis und sehr viel Dokumentationsmaterial vorhanden ist, dass aber der Zugriff auf dieses Wissen nicht optimal gewährleistet ist. Insbesondere bei Unfällen «ausserhalb der Geschäftszeit» wäre den Rettungsequippen durch die heute dezentral verteilte Lagerung von Bergbauinformationen (geographische und geologische Angaben, Zugang, Stollenpläne, aktuelle Stollenzustände etc.) und über die schwierige Kontaktaufnahme mit lokalen «Bergbauexperten» der Zugang zu diesen wichtigen Informationsquellen stark erschwert. Als Lösungsansatz präsentierte Rainer Kündig einen Versuch, ein «Rettungsmodul» in den Geotechnischen Umwelt-Atlas einzubauen (vgl. dazu auch den Artikel Seite 17ff). Damit wäre für bestimmte Kreise ein Zugriff auf die wichtigsten Daten über elektronische Hilfsmitte jederzei möglich. Das positive Echo auf diese Präsentation gab Anlass, diese Möglichkeiten weiter zu verfolgen und in einem kleinen Begleitteam «am Ball zu bleiben». Es ist zu hoffen, dass möglichst viele Bergbaufreunde ihr Wissen, ihre Lokalkenntnis und ihr Dokumentationsmaterial beisteuern werden. Über die Art der Datenhaltung, über den Zugang und über den Umgang mit vertraulichem Material laufen zur Zeit verschiedene noch Tests. Zu gegebener Zeit wird an dieser Stelle über die Fortschritte dieser Informationsplattform berichtet.
Die Schweiz ist eigentlich kein Bergbauland. Aber auch bei uns haben zwei Hersteller Karbidgrubenlampen hergestellt. Die Marken ELGA und CASTOR. Mit diesem Artikel soll die Marke CASTOR vorgestelllt werden.