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Zeitschrift der Schweizerischen Gesellschaft für Historische
Bergbauforschung
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Inhaltsverzeichnis Minaria Nr 21c/2001
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Glückauf liebe Bergbaufreundinnen und Bergbaufreunde! Nach 1999 (Bramberg)
gastiert der Bergbau-Workshop zum zweiten Mal in den Alpen, wo die Lagerstättenverhältnisse
viel komplexer und der Bergbau entsprechend bescheidener sind als im Harz (Tagung
1998) oder im Erzgebirge (Tagung 2000). Es freut uns sehr, Sie in Mels in unmittelbarer
Nähe eines der wichtigsten ehemaligen Schweizer Bergwerke, des Gonzenbergwerkes,
begrüssen zu dürfen. Die Region Sarganserland-Walensee-Glarnerland und der benachbarte
Kanton Graubünden bestechen durch eine eindrückliche und spektakuläre Bergwelt.
Land und Leute werden durch die wuchtig aufgetürmten Berge geprägt. So erstaunt
es nicht, dass diese Regionen schon früh zu einem Tummelfeld der Geologen wurden.
Grundlegende Beobachtungen zum besseren Verständnis der Entstehung der Alpen
wurden hier gemacht. Daher soll die bedeutendste geologische Struktur, die Glarner
Hauptüberschiebung, in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen werden.
Die Region Sarganserland-Walensee-Glarnerland ist aber auch reich an Rohstoffen
und hat daher eine lange und vielseitige Bergbau-Vergangenheit. Die Erz- und
Steingewinnung bildeten während Jahrhunderten einen bedeutenden Wirtschaftszweig.
Wirtschaftlich erfolgreich war jedoch vor allem der Eisenerzabbau im Gonzen,
die Schiefergewinnung, die Mühlsteinhauerei und die Baustoffherstellung. Noch
heute arbeiten hier überdurchschnittlich viele Leute in der Branche Steine und
Erden. Die Region verfügt auch über Gold-, Silber-, Kupfer-, Blei-, Zink-, Eisen-,
Uranerzlagerstätten. Die meisten Vorkommen sind jedoch nur klein und waren höchstens
bei wirtschaftlich günstigen Rahmenbedingungen (oft waren dies politische Krisenzeiten!)
abbauwürdig. Zu oft endete der Abbau jedoch wie auf der Mürtschenalp mit einem
finanziellen Desaster. Das Sarganserland bildet ein wichtiges Eingangstor zum
schweizerischen Alpenraum. Daher wurde dieses vor und während dem 2. Weltkrieg
stark befestigt. Davon zeugt beispielsweise das Artillerie-Fort Magletsch. 1970
wurde bei Flums mit dem Versuchsstollen Hagerbach begonnen, welcher heute ein
wichtiges Forschungszentrum für die internationale Tunnel- und Untertagebauforschung
darstellt. Seit den achtziger Jahren öffneten mehrere Stollen wie der Silberberg
Davos, das Eisenbergwerk Gonzen, das Artillerie-Fort Magletsch, der Versuchsstollen
Hagerbach oder der Landesplattenberg Engi ihre Tore für Besucherführungen. So
erstaunt es nicht, dass Ende der neunziger Jahre das Projekt GeoPark Sarganserland-Walensee-Glarnerland
aufgegleist wurde. Die wichtigsten Ziele des GeoParks sind der Ausbau des Erlebnis-
und Bildungstourismus in den Bereichen Bergbau und Geologie, sowie die Förderung
der Gesteinsgewinnung und -verarbeitung. Der Verein GeoPark Sarganserland-Walensee-Glarnerland
und die Schweizerische Gesellschaft für historische Bergbauforschung (SGHB)
haben das Patronat für den 4. Internationalen Bergbau-Workshop übernommen. Dafür
danken wir herzlich. Ein herzliches «Vergelt’s Gott» gilt auch allen Referentinnen
und Referenten der Tagung. Die meisten von Ihnen haben ihr Manuskript zusätzlich
für den Tagungsband überarbeitet. Thomas Zollinger danken wir für seinen Beitrag
im Tagungsband. Die aufwändige Redaktion und Gestaltung des Tagungsbandes übernahmen
in verdankenswerter Weise Urspeter Schelbert und Rainer Kündig. Schliesslich
danken wir allen Helferinnen und Helfern, den lokalen Behörden, insbesondere
der Schulbehörde von Mels, für ihre Unterstützung, allen Bergwerksbetrieben
und Stollenführern für die Mithilfe bei den Exkursionen sowie Ihnen für Ihr
Interesse. Wir freuen uns auf eine spannende und angenehme Tagung.
David Imper