Erdöl in der Schweiz…?

25. Juni 2016
Exkursion nach Dardagny (GE) zu den historisch abgebauten Ölsanden. Die Exkursion führt uns zu sprudelnden Erdölquellen, sowie zu alten Stollen und Schächten, mit denen der ölhaltige Sand abgebaut worden war. Neben dem schwarzen Gold der Schweiz, werden wir je nach Witterung und Zeit auch noch einen kurzen Blick ins Reich des gelben Goldes werfen können 🙂

Weiter Informationen zum genauen Programm und der Anmeldung folgen noch.

Erdoel_bei_Dardagny

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GV 2016

21. bis 23. Oktober 2016

Medeglia-historischDas Datum und der Austragungsort der diesjährigen GV der SGHB stehen nun definitiv fest. Austragungsort ist Bellinzona im sonnigen Tessin und wie üblich werden im Umfeld der GV wieder sehr interessante Exkursionen angeboten:

  • Freitag 21. Oktober: Vorexkursion, nur geeignet für versierte Forscher und am Abend Vorstandssitzung.
  • Samstag 22. Oktober: Am Morgen besichtigung einer militärischen Befestigung in Biasca und am Nachmittag GV mit anschliessendem gemeinsamen Nachtessen.
  • Sonntag 23. Oktober: Exkursion ins Bergbaurevier im Valle Morobia.

Weitere Informationen zum Programm und Anmeldung folgen.

Erdöl im Gönert bei Aarau

Der Gönhardsandstein bildet mit seiner Mächtigkeit von 70 bis ca. 100 m den Rücken des Gönert, einem Flachen Hügelzug im Süden der Stadt Aarau.  Ein grauer, gelblicher bis grünlicher, vorwiegend weicher und feinkörniger Sandstein. Stellenweise ist der Sandstein mit kalkigen Erhärtungen in Form von Bänken und Knauern durchzogen und weist häufig verworrenen Diagonalschichtungen auf. Der Sandstein enthält viele kalkige Körner, braust stark mit verdünnter Salzsäure, obwohl er nur sehr schwach zementiert ist.
In seinem unteren Teil ist er mit Erdölrückständen imprägniert. Der Sandstein erhält durch die Imprägnierung mit Erdöl eine schockoladenbraune Farbe und riecht leicht wie ein alter LKW.

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Piccolo Museo

Ich wurde in letzter Zeit oft angefragt, wie es mit dem Piccolo Museo nach dem Tod von Beppe Zanetti weitergehe. Nun führten mich die ersten Vorbereitungen für die GV 2016 ins Tessin und diesen Anlass wollte ich auch dazu nutzen, einen «piccolo» Blick ins Museo  von Beppe zu werfen.
Roland Bandi war so freundlich und nahm sich die Zeit für eine private Führung durch das Piccolo Museo. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen erreichten wir die engen Gassen von Sessa. Das erste was ich an diesem Tag lehrte, es gibt in Sessa ein weiteres Museum mit dem Namen «Piccolo Museo».  Aber aufgepasst, da besteht nicht nur im Namen «Piccolo Museo Sessa» ein «piccolo» Unterschied, er besteht auch beim Thema der Sammlung, welche wenig mit dem Bergbau des Malcantone gemeinsam hat.
Für mich war der Besuch im Museo eine Premiere. Natürlich hatte ich schon viel von dem kleinen Museum gehört, hatte ja auch schon Artikel von Beppe im Minaria gesetzt, aber was sich da in den engen Räumen für eine Fundgrube auftat, dass hätte ich mir bei weitem nicht vorstellen können.
Schon von weitem sehe ich das frisch angebrachte Werbebanner an der Fassade des WerbebannerPiccolo Museo. Eine grosse schwarz/weiss Fotografie mit Bergleuten vor dem Mundloch des Bergwerkes Costa. Dann stehe ich vor dem Museo… bereits von aussen fällt einem auf, wie «piccolo» das Museo daherkommt. Aber es fällt einem noch etwas weiteres auf! Da wird an der Instandhaltung des Gebäudes gearbeitet, es wird Investiert. Am Dachrand funkeln uns im warmen Sonnenschein kupferfarbig die frisch montierten Dachrinnen entgegen und auch die Abläufe sind frisch ersetzt worden. Man sieht, da ist jemand stark darum bemüht, das Piccolo Museo in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.
Nachdem uns Roland die Tür geöffnet hat und jeder von uns ein Ticket für den Eintritt ins Museo erhalten hatte, fällt mir auch im Innern des Museo auf, dass hier gearbeitet wird. An einigen Stellen stehen Spriesse, das Mauerwerk wird ausgebessert… es wird aktiv am DachrinneErhalt des Museo gearbeitet. Wie Roland uns erklärt, bietet er, leider noch nicht ganz offiziell Führungen durchs Museo an. Es ist auch das Ziel von Luana Zanetti, das Piccolo Museo in absehbarer Zeit wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Aber dies bedeutet auch, dass zuvor noch einige Arbeiten zu erledigen sind.

Ich möchte dem Leser mit den Fotos in der Fotogalerie einen kleinen Einblick in den grossartigen Fundus des Piccolo Museo’s vermitteln und wünsche Luana Zanetti viel Glück beim Erhalten des Vermächtnis von Beppe Zanetti.

Roger Widmer im Februar 2016