Unterwegs im Schlaraffenland….

Es war schon seit längerer Zeit eine beschlossenen Sache gewesen, dass Lothar Hoffmann mir einmal die geheimnisvolle Welt des Bergbau am Mont Chemin zeigen wollte. Für mich ein grosser weisser Fleck auf der Landkarte, übte dieser Berg eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Lag es nur am darin verborgenen Magnetit, oder war es die Faszination, bei jedem Schritt und Tritt über irgendwelche Spuren des historischen Bergbau zu stolpern?
Am 25. April 2014 war es soweit, wir hatten unsere Agendas synchronisiert und einen gemeinsamen Termin für unsere schon lange überfällige Exkursion gefunden. Ein grosses Anliegen von Lothar war die Befahrung des Bergwerk bei Vens. Dieses befindet sich in einem gefährlichen Couloir, weshalb er bisher den Abstieg alleine noch nicht gewagt hatte. Ich sollte also meine Kletterausrüstung und Seile mitbringen, damit sein sehnlichster Wunsch, endlich stolzer Besitzer eines Stück Erz aus dieser Mine zu werden, in Erfüllung ging.

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Neuer Webauftritt

Bei Usseglio, in der Gegend von Punta Corna existieren archäologisch wertvolle Spuren industrieller Metallverarbeitung aus dem Mittelalter und der Neuzeit. Im Umfeld des Bergbaugebiet wurden diverse Werkzeuge gefunden, die eine Vorstellung der Bergbautechniken im Mittelalter erlauben, vergleichbar mit dem mittelalterlichen Bergbau in Frankreich, England und Deutschland. Das archäologische Erbe von Punta Corna wird durch einen Archäologie-Park mit einer Ausdehnung von 10 km2 geschützt. Für Fachleute aus der Metallurgie ist dieser Park eine einmalige Gelegenheit um die Hintergründe der mittelalterlichen Metallverarbeitung studieren zu können.

Die Webseite die diese Forschungsarbeiten, diverse Veranstaltungen und Workshops im Internet präsentierte, wurde überarbeitet und hat auf den Frühling hin ein neues Aussehen bekommen.

Auf der Webseite Le antiche miniere di Usseglio (Torino) finden sich Informationen zu Anlässen und Ausstellungen usw.

Bildschirmfoto 2014-04-22 um 08.02.43

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SGHB Exkursion vom 22. März 2014 in die Lägern

Am Samstagmorgen,  bei (noch) leichtem Regen trafen sich 19 Unerschrockene um 10.00 Uhr in Regensberg. Das nasse Wetter würde uns leider noch den ganzen Tag begleiten. Aber alle Teilnehmer waren in bester Stimmung und die liessen wir uns auch nicht durch ein wenig Regen nehmen.

Treffpunkt in Regensberg © Thomas Zollinger

Treffpunkt in Regensberg © Thomas Zollinger

Doris Reber, Geologin der Schweizerischen Geotechnischen Kommission (SGTK) an der ETH Zürich und Patrick Nagy, Archäologe beim Amt für Raumentwicklung des Kanton Zürich eröffneten die Exkursion in Regensberg mit ersten Erklärungen zur Geologie und der Geschichte von Regensberg und der Umgebung. Nach dieser ausführlichen Einleitung ging es bei stärker werdendem Regen entlang der Nordseite der Lägern in Richtung Hochwacht.

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Chandoline Förderstollen Stalder

Das Bergwerk von Chandoline ist laut Letsch (1919) eines der wenigen Bergwerke im Wallis, welches seit Beginn des Abbau in den Jahren um 1850, bis zum Ende des ersten Weltkrieg ununterbrochen bewirtschaftet wurde.  Diese alten Stollen wurden mehrheitlich unsachgemäss vorgetrieben und raubbaumässig angelegt. Dabei waren nur Flöze mit einer gewissen Mächtigkeit und Linsen (bis zu 3 m Mächtigkeit) von Interessen. Diese konnten mit geringem Aufwand abgebaut werden und erbrachten den grössten Gewinn. Bereits während des ersten Weltkrieg waren aber bereits der grösste Teil dieser Stollen wieder verstürzt.

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